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Lübcke-Mord: Ernst belastet Komplizen

Kassel. Der Hauptverdächtige im Mordfall Walter Lübcke, Stephan Ernst, hat seine Aussage geändert und bestreitet jetzt, den tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten abgegeben zu haben. Das erklärte sein Anwalt Frank Hannig am Mittwoch in Kassel. Nach Angaben des Verteidigers wollten Ernst und dessen Freund Markus H., die sich seit Jahren in der rechten Szene bewegt hatten, den Politiker nur mit der Waffe bedrohen und einschüchtern. Auf Lübckes Terrasse habe es zunächst eine verbale Auseinandersetzung gegeben, soll Ernst laut seinem Anwalt nun behaupten. Dann habe sich ein »Schuss gelöst«. Die Tatwaffe soll dabei der Mittäter Markus H. in der Hand gehalten haben. Ernst hatte wenige Wochen nach der Tat im Juni zunächst ein umfangreiches Geständnis abgelegt und dieses kurz darauf widerrufen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2020, Seite 1, Inland

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