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SPD: Wochenendarbeit muss Ausnahme bleiben

Berlin. Der neue SPD-Kovorsitzende Norbert Walter-Borjans hat enge Grenzen für Wochenendarbeit gefordert. »Die Erwartungen der Konsumgesellschaft an die Verfügbarkeit menschlicher Arbeit rund um die Uhr haben ein Ausmaß angenommen, das ein Umdenken dringend notwendig macht«, sagte Walter-Borjans der Süddeutschen Zeitung (Montagausgabe).
»Die Forderung der SPD ist klar: Wochenendarbeit muss strikte Ausnahme bleiben und darf nicht zur Regel werden. Da, wo sie unumgänglich ist, muss sie hoch vergütet werden«, argumentierte der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister, der im November gemeinsam mit Saskia Esken von den SPD-Mitgliedern an die Parteispitze gewählt worden war. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde zuletzt immer häufiger am Wochenende gearbeitet. Der Anteil der Erwerbstätigen, die sonnabends arbeiten, habe 2018 bei 24,7 Prozent gelegen, der Anteil der Sonntagsbeschäftigten betrug 12,9 Prozent. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.12.2019, Seite 5, Inland

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