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Aus: Ausgabe vom 07.12.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Schwimmbadruinen

Interview | Fr., 8.10 Uhr, DLF
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Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) schlägt Alarm: In der Bundesrepublik findet derzeit ein Schwimmbädersterben statt. Laut Deutschlandfunk werden jährlich 80 Einrichtungen geschlossen. Dabei seien Schwimmbäder eine »Daseinsvorsorge«, wie der Sprecher der DLRG, Achim Wiese, im Gespräch mit dem Sender sagt. Warum die Bäder schließen? Laut Wiese »ist das immer ein Grund: Die Gelder sind knapp«. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, fügt hinzu, »es fehlt teilweise auch das Personal«. Woher früher das Geld kam und warum es heute keins mehr gibt, will der Interviewer wissen. Landsberg erklärt das »ganz einfach«: Früher, also in den Sechzigern und Siebzigern, habe man investiert, »dann kamen die dramatischen Finanzkrisen«.

Vielleicht geht es ja noch einfacher: Konsequenz der Kapitalverwertungslogik. Unternehmen wollen, nein, sie müssen Geld machen, öffentlicher Raum stört dabei. Übrig bleiben Ruinen. Und die Wüste wächst. (mik)

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