Gegründet 1947 Freitag, 13. Dezember 2019, Nr. 290
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 04.12.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
060195-000-A-die-florence-foster-jenki-2228592-1575266699.jpg
Wohlbetuchte Diva: »Die Florence-Foster-Jenkins-Story«

Erde unter Wasser

Wohnen im Klimachaos

Wo wohnen wir in Zukunft? Bäume wären gar nicht so schlecht, wenn unten das Wasser steht. Experten rechnen damit, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um zwei Meter ansteigen wird. Millionen Menschen, zum Beispiel aus Mumbai, Tokio, Miami, New Orleans und New York, müssten fliehen. Ganze Stadtteile werden unter Wasser liegen. Deshalb sind Ideen, die aus der Science-Fiction-Literatur stammen, aktuell: Städte im Meer und unter Wasser könnten für Millionen Menschen zum Zufluchtsort werden.

3sat, 20.15 Uhr

Könnes kämpft: Mietpreiswahnsinn

Wird Wohnen zum Luxus?

Wie wohnen wir heute? Dreißig Prozent des Nettoeinkommens werden in Deutschland durchschnittlich für das Wohnen ausgegeben. Viele Mieter müssen sogar die Hälfte ihres Gehalts oder mehr aufwenden. In NRW ist die Situation besonders dramatisch: Dort fehlen die meisten bezahlbaren Wohnungen in Deutschland, mehr es eine halbe Million. Der Reporter Dieter Könnes ging den Gründen dafür nach.

WDR, 21.00 Uhr

Die Florence-Foster-Jenkins-Story

Singen, obwohl man es nicht kann: Trotz ihres totalen Unvermögens, auch nur einen einzigen Ton richtig zu treffen, ließ sich die stinkreiche amerikanische Mäzenin und selbsterklärte Operndiva Jenkins (1868–1944) nicht von ihrem Traum einer klassischen Gesangskarriere abbringen. Sie selbst sagte über sich und ihr musikalisches Können: »Manche sagen, ich könne nicht singen, aber niemand kann sagen, ich habe nicht gesungen.« Inzwischen gibt es auch einen schönen Spielfilm zum Thema, mit Meryl Streep. D 2015.

Arte, 22.00 Uhr

Die Domspatzen nach dem Skandal

Der Umbruch

Singen, obwohl man dabei gequält und missbraucht wird: Die Regensburger Domspatzen sind einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt. Gleichzeitig steht der Name für einen Skandal in der katholischen Kirche. Der Film zeigt zum einen gefeierte Konzerte in Israel und in der Elbphilharmonie, zum anderen wird der jahrzehntelange Missbrauch dokumentiert. Auch die Vergangenheit der Domspatzen während der Nazizeit wird beleuchtet. Und dann wird vielleicht auch ein bisschen von den Ratzingers die Rede sein? D 2019.

BR, 22.00 Uhr

Mehr aus: Feuilleton