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Aus: Ausgabe vom 03.12.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Hauptsache komplett

DLF | Mo., 6.50 Uhr
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Freund der Marktwirtschaft: Grünen-Chef Robert Habeck

Die Bauern und die Grünen, das ist ein Thema für sich. Die große Mehrheit der Bauern, die nicht ökologisch wirtschaftet, mag die Ökos nicht. Sie sieht in ihnen die Urheber von Vorschriften, die sie in den Ruin treiben. Parteichef Robert Habeck möchte das gern ändern, denn er hat durchaus erkannt, dass gesteigerte Konkurrenz durch Exportorientierung und ein hoher Output vielen Landwirten trotz Subventionen enorme Probleme bereiten, wie er dem Deutschlandfunk verrät. Aber wie sie nun einmal so sind unsere Grünen, die Grundlagen des kapitalistischen Wirtschaftens wollen sie nicht angreifen. Statt dessen soll es mehr »grüne« Subventionen geben und, das liegt Habeck am Herzen, eine »neue Justierung der Marktwirtschaft«. Die sei nämlich unvollständig. Habecks Vorschlag: »Man schafft quasi einen Markt dafür, Umweltdienstleistungen zu berücksichtigen. Das wäre dann komplett Marktwirtschaft.« Und dann wäre der Grünen-Chef auch schon zufrieden. (row)

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