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EU-Staaten gegen Steuertransparenz

Brüssel. Die EU-Staaten haben die Einführung von mehr »Steuertransparenz« für Konzerne in Europa vorerst geblockt. Im Kreis der Industrie- und Wirtschaftsminister fand sich am Donnerstag in Brüssel keine ausreichende Mehrheit für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Deutschland enthielt sich. Die Kommission hatte 2016 im Zuge der Veröffentlichung der sogenannten Panama Papers um Briefkastenfirmen in Steueroasen vorgeschlagen, dass multinationale Konzerne ihre entrichteten Steuerabgaben öffentlich machen müssten. Damit sollte Steuervermeidung stärker bekämpft werden. Widerstand kam unter anderem von Malta, Schweden und Luxemburg. Schätzungen zufolge entgehen Ländern in der Europäischen Union jährlich 50 bis 70 Milliarden Euro an Einnahmen durch Steuervermeidung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2019, Seite 1, Inland

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