Schwarzer Kanal
Gegründet 1947 Montag, 18. November 2019, Nr. 268
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 23.10.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Durch Sandstürme wurden in den 30er Jahren viele Farmerfamilien in die USA aus ihrer Heimat vertrieben: »Früchte des Zorns«

Re: Zu fit für den Ruhestand

Senioren auf dem Arbeitsmarkt

Heutzutage werden Menschen immer älter und bleiben länger gesund. 65jährige sind teils so fit wie 55jährige vor 50 Jahren. Sie sollen nun länger arbeiten – bis 69, so will es die Bundesbank, um das Sozialsystem zu stützen. Die Sendung geht der Frage nach, wie das Arbeitsleben so umgestaltet werden kann, dass sowohl ältere Beschäftigte als auch Unternehmen davon profitieren. Warum eigentlich? Warum nicht Revolution? Aber gut, so weit geht es im europäischen Kulturkanal dann doch nicht.

Arte, 19.40 Uhr

Männer, Macht und Mensuren

Die verborgene Welt der akademischen Männerbünde

Ambitionierte Dokumentation über Ideologie und Wertewelt von Burschenschaften und katholischen Verbindungen des Cartellverbands (CV). Sie analysiert Sprache, Rituale und Codes. In den Blick genommen wird auch die geschichtliche Entwicklung beider Verbände, in denen Frauen bestenfalls Nebenrollen zugebilligt werden.

3sat, 20.15 Uhr

Früchte des Zorns, Klassiker der Weltliteratur

Doku zur Entstehung des Romans: Im März 1939 erscheint »Früchte des Zorns«, es geht um Pächter aus Oklahoma, die während der Großen Depression von ihrem Land vertrieben wurden und von einem neuen Leben in Kalifornien träumen. Das Meisterwerk von John Steinbeck thematisiert die Auswüchse des Kapitalismus, die Mechanisierung der Arbeit und die Entfremdung des Menschen von der Natur. Außerdem führt Steinbeck dem Leser vor Augen, wie Rassismus und Hass gegen Migranten entstehen. F 2018.

Arte, 21.50 Uhr

Deutschland im Rausch

Der verlorene Kampf gegen die Drogen

Der Kampf gegen die Drogen sei verloren – das hört man immer häufiger von Politikern, Ärzten, sogar von der Polizei. Trotzdem bleibt die dumme Kriegserklärung gegen Koks, Speed und Co. bestehen. Reporterin Anna Feist trifft Konsumenten, Dealer, die ein Riesengeschäft machen, und ehemalige Staatschefs in Sorge. Ihre Recherche führt sie auch nach Westafrika – in das Transitparadies für Kokain auf dem Weg nach Europa.

ZDF, 22.45 Uhr