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Arbeitskampf an der Uniklinik Jena

Jena. Am gestrigen Montag sind die Beschäftigten der Universitätsklinik Jena in den Warnstreik getreten. Verdi hat das Klinikum zu Tarifverhandlungen zum Abschluss eines Tarifvertrages »Entlastung« aufgefordert. Dazu gehören die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung und Regelungen zum Belastungsausgleich, wie die Gewerkschaft gestern erklärte. Bisher fanden drei Verhandlungsrunden statt. Die letzte habe über 18 Stunden gedauert, ohne dass ein greifbares Ergebnis für die Beschäftigten auf dem Tisch gelegen habe. Für den Nachmittag (nach Redaktionsschluss) hatten die Streikenden die Vorsitzenden der Fraktionen der in Thüringen regierenden Parteien Die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Streikversammlung eingeladen. Aus einem Schreiben an die Politiker geht hervor, dass die Beschäftigten beim Scheitern der Verhandlungen am Donnerstag auch in der Woche vor der Landtagswahl in den Ausstand treten wollen. Darüber hinaus seien sie bereit, mit Erfahrungsberichten an die Öffentlichkeit zu gehen. Einige seien »so erschütternd, dass sie weit über das Maß dessen hinausgehen«, was Verdi aus anderen Kliniken gewohnt sei. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2019, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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