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Aus: Ausgabe vom 10.10.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Dieser Jagdausflug macht David (M.) keine Freude: »Wer Gewalt sät«

Wer Gewalt sät

Der amerikanische Mathematiker David (Dustin Hoffman) zieht mit seiner Frau Amy (Susan George) in ein Dorf in Cornwall. Die offenherzige Amy weckt Begierden bei den Hinterwäldlern und wird zweimal vergewaltigt … In rohen Bildern zeigt Sam Peckinpah, wie Gewalt entstehen und eskalieren kann. Schwer verdaulich? Ein Lehrfilm zum Thema. Bitte gucken. GB 1971.

3sat, 22.25 Uhr

Nuhr im Ersten

Leute, die Nuhr-Dämmerung hat eingesetzt. Vielleicht ist es tatsächlich an der Zeit, die Position dieses Linkenhassers als Deutschlands erster Kabarettist, der sich in seiner Hauptsendung, dieser hier, gern mal mit Alibiquotenfrau Lisa Eckhart aus Österreich schmückt, zu hinterfragen. Was ist an Dieter Nuhr eigentlich lustig? Wir müssen fassungslos sagen: Gar nichts.

ARD, 22.45 Uhr

Borgen – Gefährliche Seilschaften

Es laufen allein auf Kabel eins nicht weniger als sechs Krimiserien heute im Vor- und Nachmittagsprogramm: Numb3rs, Without a Trace, The Mentalist, Blue Bloods, Navy CIS und Castle. In der ARD gibt es heute nur einen Krimifernsehfilm um 20.15 Uhr. Zum Glück läuft am späten Abend aber auch diese Serie: Borgen. Ausgezeichnete dänische Serie um Macht, Intrigen, Medien – und Menschliches. Den anderen Meilen voraus.

Arte, 23.15 Uhr

Helle Nächte

Zum Abschluss des Tages gibt es noch den jungen deutschen Film, ein Familiendrama von Thomas Arslan (»Gold«) um eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung. Mit Georg Friedrich und Tristan Göbel. Da der Vater kaum noch Kontakt zu seinem Sohn hat, überredet er ihn, mit auf einen Roadtrip nach Norwegen zu kommen, an dessen Ende eine Beerdigung steht. Wer hätte es gedacht: Die Reise gestaltet sich schwierig. Die Stimmung ist so trübe wie das Wetter, Vater und Sohn finden keine gemeinsame Sprache. »Helle Nächte« ist ein betont langsames, berührend authentisches Roadmovie, in dem die karge, eintönige Landschaft als Sinnbild für die Seelenlage der Figuren steht. Silberner Bär für Friedrich. D 2017.

WDR, 23.25 Uhr

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