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Aus: Ausgabe vom 12.09.2019, Seite 8 / Abgeschrieben

»Für eine befreite und emanzipatorische Gesellschaft«

Das Aktionsbündnis gegen den »Marsch für das Leben« teilte am Mittwoch mit:

Unter dem Motto »Antifeminismus sabotieren – Abtreibung legalisieren« mobilisiert das »What-the-fuck«-Bündnis auch in diesem Jahr zu Protesten gegen den »Marsch für das Leben«. Am Samstag, dem 21. September 2019, startet um zehn Uhr am Rosenthaler Platz (in Berlin) eine Großdemonstration für eine befreite und emanzipatorische Gesellschaft. Anschließend soll die Veranstaltung der »Lebensschützer« mit kreativen Protestaktionen gestört werden.

Mit dem »Marsch für das Leben« fordern jährlich Tausende »Lebensschützer« ein generelles Verbot von Abtreibungen. In ihrem christlich-fundamentalistischen Weltbild ist jedoch nicht jedes Leben gleich schützenswert. Sie vertreten konservative Geschlechterrollen, eine rigide Sexualmoral und sind homo- und transfeindlich.

»Angesichts des Erstarkens nationaler, konservativer und antifeministischer Positionen, das wir in der gesamten Gesellschaft erleben, ist es um so wichtiger, für den Feminismus und gegen den ›Marsch für das Leben‹ auf die Straße zu gehen«, so Lili Kramer, Pressesprecherin des Bündnisses. Weitere Informationen unter whatthefuck.noblogs.org sowie bei Twitter (@nofundis) und Facebook (@1000KreuzeWTF).

Pro Asyl machte am Mittwoch auf die dramatische Lage von Flüchtlingen in der Ägäis aufmerksam:

Pro Asyl fordert die griechische Regierung und die anderen EU-Staaten, insbesondere Deutschland auf, die dramatische und sich zusehends zuspitzende Situation in der Ägäis zu entschärfen und die rechtswidrigen Zustände für Asylsuchende in Griechenland zu beenden.
»Flüchtlinge in der Ägäis drohen zum Spielball der Machtinteressen der Türkei, Griechenlands und der EU-Staaten zu werden. Ihr Rechtsanspruch auf Schutz wird systematisch ignoriert«, kritisiert Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl. Die Organisation fordert die Aufnahme Schutzsuchender von den griechischen Inseln sowie den Zugang zu einem fairen Asylverfahren innerhalb der EU. Auf den griechischen Inseln harren mehr als 25.000 Menschen aus; rund 40 Prozent von ihnen sind UNHCR-Angaben zufolge Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren. (…)

Zur angekündigten Länderinitiative von Schleswig-Holsteins Energieminister Jan Philipp Albrecht, die Deckelung des Ausbaus von Wind- und Solarenergie zu beenden, erklärte Lorenz Gösta Beutin, klima- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, am Mittwoch:

Natürlich ist ein Ende der Deckelung notwendig. Wind- und Solarenergie müssen wieder mit Nachdruck ausgebaut werden können. Vor allem muss hierfür auf Bundesebene aber auch das Prinzip der Ausschreibung beim Bau neuer Anlagen schnell wieder durch eine Regelung ersetzt werden, die Planungssicherheit bei den Erträgen der Anlagen mit sich bringt und damit auch wieder den Ausbau von Bürgerenergieanlagen ermöglicht. Und Minister Albrecht sollte nicht zuletzt in Schleswig-Holstein alles daransetzen, dass die Rahmenbedingungen schnell wieder besser werden für den Ausbau erneuerbarer Energien in Bürgerhand. Dazu muss nicht zuletzt das Moratorium für den Bau von Windenergieanlagen endlich beendet werden. Bürgerenergie ist eine Idee aus Schleswig-Holstein, die hier viel verändert hat. Sie sollte nicht hier durch eine verfehlte Energiepolitik begraben werden.

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