-
10.09.2019
- → Feuilleton
Ein Stadion voller Bäume
Mehrere tausend Besucher kamen ab Sonntag nachmittag ins Wörthersee-Stadion im österreichischen Klagenfurt, wo allerdings kein Fußball gespielt wurde. Bis zum 27. Oktober ist dort die Kunstinstallation »For Forest« zu sehen. Sie besteht aus 299 Birken, Zitterpappeln, Stieleichen, Lärchen, Waldföhren und weiteren Baumarten. Die Exponate wurden in das Stadion gepflanzt. Sie sollen an Mischwälder erinnern, die es wegen der weit verbreiteten Monokulturen in der Natur nicht mehr oft gibt. Angelehnt ist das »Mahnmal gegen Naturzerstörung« an ein Werk des österreichischen Malers Max Peintner. Die Zeichnung mit dem Titel »Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur« zeigt ein Stadion voller Zuschauer, die einen Wald betrachten. »Der Zeitpunkt ist mir ein bisschen unheimlich. Es kommt so was von punktgenau«, sagte der Schweizer Projektinitiator Klaus Littmann vor der Eröffnung mit Blick auf das Waldsterben und die Brandrodungen etwa am Amazonas. Umgesetzt wurde das vor sechs Jahren gefasste Vorhaben vom Schweizer Landschaftsarchitekten Enzo Enea. Die etwa 50jährigen Bäume mit einer Höhe von rund 15 Metern stammen aus Baumschulen. Sie sollen nach Abschluss der temporären Installation auf einem nahe gelegenen Grundstück eingepflanzt werden. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!