Der Schwarze Kanal
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Aus: Ausgabe vom 16.08.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Linker Pragmatismus

Interview | Do., 7.10 Uhr, DLF
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Karl Lauterbach will sich nur an einer Regierung beteiligen, die Kriege führt

Die SPD sucht Parteivorsitzende. Karl Lauterbach hat seinen Hut in den Ring geworfen. »Rot-rot-grün« im Bund ist für ihn eine Regierungsoption, erklärt er im Deutschlandfunk-Interview. Schließlich müsse man einräumen, dass die Linkspartei sich in vielen Fragen in den letzten Jahren deutlich bewegt habe. Die Partei sei »unterwegs in Richtung mehr Pragmatismus«. Auch Lauterbach sei in persönlichen Gesprächen mit vielen Vertretern der Linkspartei. »Ich glaube nicht, dass es solche kategorischen Positionen gibt wie gar keinen Einsatz der Bundeswehr im Ausland. Ich glaube auch nicht, dass die Linkspartei heute noch die Position vertritt in der Spitze der Partei, dass die NATO abgeschafft werden muss.« Die Basis stört da nur. Man dürfe »die Partei nicht an den Mitgliedern alleine messen«, an »relativ frustrierten Mitgliedern, die da eine Heimat gefunden haben«. Die Linke muss als Sparringspartner herhalten. Denn, weiß Lauterbach, »wenn man regieren will, muss man Optionen haben«. (sz)

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