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Aus: Ausgabe vom 15.08.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Ostfront

»Informationen am Morgen« | Mi., 7.15, Deutschlandfunk
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Margarete Bause am 21. Juli 2015 im Bayerischen Landtag

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Margarete Bause ist immer dabei, wenn man auf unliebsame Regierungen eindreschen kann. Und so ist sie auch gern gesehener Interviewgast beim Deutschlandfunk, der sich auf seine frühere Rolle als antikommunistische Propagandawelle zurückbesinnt. Wenn es um Hongkong geht, funktionieren die alten Schablonen ja auch wunderbar: Sie fühle sich erinnert an die »Demokratiebewegung in China und die brutale Niederschlagung auf dem Tiananmen«, verkündet Bause und verlangt ein Eingreifen der »Weltgemeinschaft«.

Da sogar Frau Bause gemerkt hat, dass China zu groß ist, um humanitär mit Bomben und Soldaten für Recht und Ordnung zu sorgen, soll sich Deutschland wenigstens an die Seite von Donald Trump stellen: »Natürlich gibt es auch im Zusammenhang mit dem Handel viele Möglichkeiten, auch gemeinsam mit den Vereinigten Staaten aktiv zu werden, im Sinne, die Demokratie in Hongkong, soweit sie überhaupt noch vorhanden ist, zu verteidigen.« (scha)

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