Zum Inhalt der Seite

Warnung vor rechten Scheingewerkschaften

Erfurt. Der Thüringer Verfassungsschutzpräsident hat vor rechten Umtrieben in Betriebsräten gewarnt. »Wir stellen fest, dass die neue Rechte ganz gezielt versucht, nicht nur den politischen Raum, sondern auch den sozialen Raum zu erobern«, sagte Stephan Kramer am Sonnabend der Deutschen Presseagentur. Kramer bezog sich auf die Gruppierung »Zentrum Automobil«. Sie sorgte vor kurzem mit einem Video für Aufsehen, in dem die Entlassung von zwei Daimler-Beschäftigten als »völlig absurd« bezeichnet wird. Ihnen wurde bereits 2018 gekündigt, weil sie einem türkischstämmigen Kollegen Bilder zugesandt hatten, mit denen Moslems verächtlich gemacht wurden. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.08.2019, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!