Der Schwarze Kanal
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Aus: Ausgabe vom 03.08.2019, Seite 12 / Thema
Tourismus

No rain in Spain

Spanien ist weltweit eines der beliebtesten Urlaubsziele. Das hat drastische Konsequenzen für Menschen und Umwelt
Von Carmela Negrete
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Jährlich eineinhalb Millionen Touristen, 69.000 Einwohner – die spanische Kleinstadt Benidorm an der Costa Blanca zählt zu den beliebtesten Reisezielen auf der Iberischen Halbinsel (Aufnahme vom 15.8.2016)

Saufen, bis der Notarzt kommt, in Lloret de Mar, in Herden durch Granadas Alhambra trampeln, shoppen in Madrid, als gäbe es kein Morgen. Der Tourismus verheert ein Land und ist die Pest, die Spaniens gesellschaftlichen Reichtum schafft. Insgesamt 82 Millionen Urlauber landeten im vergangenen Jahr im einen oder anderen Ort irgendwo zwischen der Grenze zu Portugal und den Pyrenäen. Das ist so, als würde im gleichen Zeitraum die gesamte deutsche Bevölkerung dort einfallen – kein erbaulicher Gedanke. Immerhin 11,4 Millionen Deutsche zog es 2018 nach Spanien, geschlagen nur von 18,5 Millionen Briten. Die meistbesuchten Städte waren Madrid, Barcelona, Sevilla und Benidorm. Zwölf Orte erduldeten 2018 jeweils mehr als eine Million Touristen. Noch schlimmer ergeht es den spanischen Inseln. Palma de Mallorca ächzte mit seinen kaum mehr als 400.000 Einwohnern unter mehr als zwei Millionen Besuchern.

Der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt der viertgrößten Volkswirtschaft des Euro-Raums beläuft sich auf zwölf Prozent, dreizehn Prozent aller Arbeitsplätze stammen aus diesem Sektor. Die ökologischen Folgen des Massentourismus sind fatal, der Klimawandel tut sein übriges. Die Zeichen stehen auf »Weiter so«, alternative Konzepte hat niemand in petto.

Spain is different

Angefangen hat das Ärgernis während der Franco-Diktatur. Manuel Fraga Iribarne, der damalige Tourismus- und Informationsminister, mithin auch zuständig für Zensurfragen, initiierte Ende der 60er Jahre eine europaweit wirksame Kampagne unter dem Motto »Spain is different«. Fraga, der bis zu seinem Tod 2012 den Ehrenvorsitz des postfranquistischen Partido Popular innehatte und dessen Leistungen zum Wohle aller Spanier seit 2013 mit einer Büste im Senat gewürdigt werden, hatte damals einige allzu strenge Restriktionen abschaffen müssen. Denn die ins Land strömenden Touristen waren bürgerliche Freiheiten gewohnt, die das Regime seinem eigenen Staatsvolk verweigerte. Dennoch gelang es der Propaganda, Spanien als weltoffen und modern zu präsentieren; die Kampagne verfing, der Tourismus wurde zu einer der wichtigsten Einnahmequellen des Staates.

Währenddessen vollstreckten Francos Henker weiterhin Todesstrafen, verfolgten und folterten seine Häscher und Schergen politische Gegner. Hinter der Fassade eines freundlichen Landes, in dem die Menschen wie die Sonne lachten, lauerte das Grauen. Fragas Motto geriet zum geflügelten Wort. Noch heute benutzen die Spanier die Phrase »Spain is different«, wenn sie über etwas besonders Bizarres, das nur in Spanien passieren kann, sprechen.

Ein bizarres Erlebnis hatte der deutsche Tourist Wilfried Stuckmann. 2014 war er Gast eines staatlichen Fünfsternehotels in der nordwestspanischen Stadt León, untergebracht im ehemaligen Kloster San Marcos aus dem 16. Jahrhundert. Von der Anlage stellte sich alsbald heraus, dass sie zwischen 1936 und 1940 als Konzentrationslager der Franco-Faschisten gedient hatte. Niemand hatte den empörten Stuckmann vorab darüber informiert. Laut damaligen Berichten soll der Urlauber sein Geld zurückerhalten haben, das er dann einer Vereinigung von Franco-Opfern spendete. Die meisten ehemaligen Kriegs- und Folterorte sind bis heute nicht gekennzeichnet, eine offizielle Aufarbeitung fand nicht statt. Einzig Erinnerungsinitiativen, viele von der Kommunistischen Partei in den 1990er Jahren gegründet, bieten historische Führungen an.

Sonne und Tamburin

Auf Spuren des Franquismus kann der Spanien-Reisende, wenn er sich halbwegs offenen Auges im Land bewegt, dennoch nahezu allerorten stoßen. Die ökonomischen Kontinuitäten erschließen sich indes schwerer. Mit Beginn der 1980er Jahre erlebte Spanien eine gravierende Deindustrialisierung. Experten rieten zwecks Kompensation zum weiteren Ausbau des Tourismus. Zwischen Bauwut und der Zurichtung des Landes zum beliebten Urlaubsziel, zwischen Betongold und Bettenburgen besteht ein Zusammenhang. Ein ehemals beschauliches Fischerdorf mit dem gemütlichen Namen Benidorm, gelegen an der Costa Blanca, schon vor Fragas Kampagne auf Tourismus ausgerichtet, weist inzwischen, gemessen an der Einwohnerzahl, die weltweit höchste Hochhausdichte auf. Zwischen 1960 und 2015 hat sich die Einwohnerzahl des Ortes mit jetzt rund 69.000 Einwohnern mehr als verzehnfacht. In der Urlaubszeit leben dort gut eineinhalb Millionen Menschen. Zum Sinnbild des Baubooms und der anschließenden Immobilienkrise geriet Benidorms bis heute nicht fertiggestellter und leerstehender Wohnturm Intempo, mit 200 Metern und 47 Etagen das höchste Wohngebäude auf dem Gebiet der EU.

Angeblich haben die Spanier die schlimmsten Folgen der Krise von 2008 hinter sich. Doch von einer Verbesserung der Einkommens- und Arbeitsverhältnisse kann keine Rede sein. Prekäre Jobs, die allermeisten im Tourismussektor, sind die Regel. Bei einer immer noch sehr hohen Arbeitslosenquote von 14 Prozent sind die Tausende und Abertausende Saisonarbeiter in der Hotel- und Gastronomiebranche noch gar nicht berücksichtigt. 90 Prozent der neu abgeschlossenen Arbeitsverträge waren, Stand Juni 2018, befristet, manche nur auf wenige Tage. Gegen ihre erbärmlichen Arbeitsbedingungen, befristeten Verträge und kümmerliche Entlohnung haben sich die Zimmermädchen zu wehren begonnen. Der Verein »Las Kellys« vertritt mit etwa 4.500 Angestellten die rund 200.000 Arbeiterinnen in diesem Wirtschaftszweig. Wie lange es ihre Jobs trotz Prekarität und erfolgreichem Kampf allerdings noch geben wird, hängt vielmehr von der Entwicklung der Tourismusindustrie ab. Margalida Ramis vom Grup ­Balear d’Ornitologia, einer Gruppe von Vogelschützern aus Mallorca, sagt, die »Tourismusindustrie verhält sich wie ein Bergbauunternehmen gegenüber einer Mine«. Das Territorium und die Naturressourcen werden ausbeuteten, »und wenn das nicht mehr rentabel ist, hauen sie ab«.

Trockenheit und Brände

Der Tourismus hat ganze Regionen Spaniens für immer verändert. Es gibt nur wenige Gegenden, die als Naturparks geschützt sind und (einstweilen) nicht bebaut werden dürfen. Das gilt etwa für den Cabo de Gata in Almería, die Insel Dragonera bei Mallorca oder die Umgebung des Nationalparks Coto de Doñana in Huelva. Dort brannten 2017 etliche Hektar Wald ab: gezielte Brandstiftung – ein probates Mittel, den Boden einer Kapitalvermehrung versprechenden Nutzbarkeit zuzuführen. Ist der Wald erst einmal vernichtet, lassen sich auf dem brandgerodeten Areal einige Jahre später Obstplantagen anlegen oder Hotels errichten.

Während immer häufiger immer größere Waldflächen abbrennen, herrscht eine alarmierende Wasserknappheit, eine Notsituation hart am Rande des Ausnahmezustands. In Spanien ist der Klimawandel schon deutlicher spürbar als im Norden Europas. Die durchschnittlichen Temperaturen im Land liegen bereits jetzt jenseits der Grenze jener zwei Grad Celsius der Erderwärmung, die nach Beschluss des Weltklimarats unter keinen Umständen überschritten werden dürfen. Die Wüstenbildung auf der Iberischen Halbinsel schreitet schier unaufhaltsam voran. Im laufenden Jahr war die Niederschlagsmenge bis Ende Juni um 25 Prozent geringer als im Jahresdurchschnitt seit Beginn der Messungen. Wieder eines der trockensten Jahre seit Beginn des Jahrhunderts. Und schon Ende März brannten so viele Wälder wie sonst in einem ganzen Jahr. Offiziellen Zahlen zufolge drohen 40 Prozent der gesamten Fläche Spaniens zur Wüste zu werden. Das kostbare, knappe Wasser wird derweil nicht selten für Golfresorts verschwendet. Während das Gras dieser Plätze saftig grün sprießt, müssen die Nachbarn solcher Anlagen mit Wassersperrungen von mehreren Stunden täglich rechnen. Irgendwo muss ja schließlich gespart werden.

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Wo Naturschutzgebiete und rechtliche Regelungen der Bauwut der Tourismusindustrie im Weg sind, brennt es auffällig oft – Großbrand an der Grenze des Naturparks Sierra de Grazalema in der Provinz Málaga (12.7.2017)

Auf den Balearischen Inseln hat die Regierung eine Kampagne gestartet, mit der Touristen angehalten werden sollen, Wasser zu sparen. Ob allerdings die unterbreiteten Vorschläge, etwa zu duschen anstatt zu baden, auf einem Eiland helfen, auf dem es weder Flüsse noch Seen gibt, sei dahingestellt. Schätzungen zufolge verbraucht ein Einwohner Spaniens 127 Liter Wasser am Tag, ein Tourist dagegen 450 bis 800 Liter. Darin enthalten ist das Wasser, das beispielsweise für Wäschereien, für die Bewässerung von Grünanlagen oder die Swimmingpools benötigt wird. Dusche statt Bad dürfte da nur einen minimalen Unterschied ausmachen.

Seit der Veröffentlichung neuer Daten durch das staatliche Wetteramt im Juni befindet sich Spanien offiziell im Zustand der Dürre, das heißt: Es steht weniger Wasser zur Verfügung, als erforderlich wäre. Die Trockenheit betrifft auch touristische Hotspots wie La Palma, Madrid oder den Norden von Teneriffa. Die Behörde verglich die Niederschlagsmengen mit denen anderer Länder und erklärte, die Situation habe sich »aufgrund des Klimawandels« nochmals verschlechtert. Gleichwohl darf dabei nicht vergessen werden, dass neben dem Tourismussektor die Agrarindustrie der noch größere Wasserverbraucher ist.

Zur »Reparatur« in den Süden

Die Spanien-Fahrer suchen nicht nur die Städte heim, verschwenden das knappe Wasser und belagern die Strände. Der Instituto para el Desarrollo e Integración de la Sanidad (Institut für die Entwicklung und Integration des Gesundheitswesen), eine Lobbyorganisation des privaten Gesundheitswesens, rechnet für das Jahr 2020 mit Einnahmen von rund einer Milliarde Euro aus dem sogenannten Gesundheitstourismus. Das Branchenblatt Ibiza Week ließ Anfang Mai wissen, dass für das laufende Jahr 140.000 malade oder Wellness suchende Touristen erwartet werden. Für das Jahr 2020 erwartet der Branchenverband mit dem Namen »Spaincares« bis zu 220.000 »reparaturbedürftige« Reisende. Der Verband fordert daher die Einführung von »Gesundheitsvisa«, die den Ausländern die Möglichkeit bieten sollen, sich auf der iberischen Halbinsel operieren zu lassen. Wandelnde Geldsäcke aus arabischen Staaten lassen ihren Frauen in Spanien Eizellen implantieren, weil solche Kinderwunschbehandlungen in ihren Ländern verboten sind. Schönheits-OPs und zahnärztliche Behandlungen sind neben den Eingriffen, die den Kinderwunsch in Erfüllung gehen lassen sollen, die häufigsten Maßnahmen, die Spanien-Touristen in privaten Einrichtungen über sich ergehen lassen.

Rentner aus anderen europäischen Ländern verbringen gleich ihren gesamten Lebensabend in Spanien und unterziehen sich dort regelmäßiger ärztlicher Behandlung. Das Klima ist (noch) angenehmer, die Leistungen der einzigen öffentliche Krankenkasse sind besser und billiger als zu Hause. Mehr als eine halbe Million britischer Ruheständler lebt in Spanien und weiß jetzt nicht: Was soll werden nach dem »Brexit«, wenn dann der britische Fiskus möglicherweise nicht mehr, wie gewohnt, die Arztrechnungen gegenüber der spanischen Krankenkasse begleicht?

Kaum Alternativen

Die vom Tourismus abhängige Volkswirtschaft fordert ihre Opfer. Doch längst nicht alle sind bereit, die Folgen klaglos hinzunehmen. Antoni Noguera von der linken Partei Més per Mallorca und Bürgermeister von Palma hat vor kurzem untersagt, reguläre Mietwohnungen in Ferienunterkünfte umzuwandeln, und zudem einen Baustopp für Hotels verhängt. Der Tourismus ist eine Gentrifizierungsmaschine, Airbnb und Co., die aus Wohnraum Ferienunterkünfte machen, haben die Sache noch verschlimmert. Das hohe Besucheraufkommen hat die Bewohner aus den Altstädten verdrängt, Wohnungseigentümer können beinahe beliebige Preise fordern, eine Mietpreisbremse existiert nicht. Schon seit einigen Jahren demonstrieren die Bewohner verschiedener Städte gegen die unkontrolliert wachsenden Urlauberströme. Vereine wie Terraferida (katalanisch: verletztes Land) auf Mallorca weisen darauf hin, dass sich das Leben dort immer komplizierter gestaltet, und selbst Touristen fühlen sich von Touristen belästigt. Grölende Gelage in der Nacht, die Gassen eine einzige Pissrinne, Gestank und Schmutz am nächsten Morgen. An bestimmten touristischen Orten, zum Beispiel im berühmten Park Güell in Barcelona, wird die Besucherzahl inzwischen reglementiert. Mehrere Rathäuser erwägen die Einführung einer Tourismussteuer, wie sie etwa in Venedig erhoben wird.

Wer angesichts solcher Massen nur angewidert die Nase rümpfen kann und auf sein gutes Recht auf Urlaubsreise und Erholung nicht verzichten mag, dem bietet sich eine Alternative, die seinem Distinktionsbedürfnis als guter umweltbewusster Bürger schmeichelt. Agrotourismus bzw. grüner Tourimus gibt vor, nachhaltig, naturnah und naturfreundlich zu sein. In der mallorquinischen Kleinstadt Alcúdia kann man beispielsweise einem Fischer einen Tag lang bei seiner Arbeit zusehen, der zum Dank ein zusätzliches Einkommen erhält, das ihm die Fortsetzung seiner Tätigkeit trotz der übermächtigen Konkurrenz der großen Fischfangflotten garantieren soll.

Doch bisweilen wird die Harmonie gestört. Im April klagte ein Hotelbesitzer in Cangas de Onís im Osten Asturiens gegen einen Nachbarn, der in der Nähe des Hotels einen Hühnerstall unterhielt. Seine Gäste fühlten sich vom morgendlichen Krähen des Hahns belästigt. Das Gericht gab ihm recht, und die Hühner mussten verschwinden. Die Geschichte erreichte zunächst nur die Lokalpresse, bekannter wurde sie dank eines jungen Hirten namens Nel Cañedo, der den Vorgang auf Youtube kommentierte. Auf dem Weg von der Weide nach Hause warnte er seine Hunde: »Passt auf, es ist Hochsaison. Wenn ihr pupsen müsst, dann macht es, bevor wir das Dorf erreicht haben, nicht, dass wir die Touristen stören.«

Kein Thema im Wahlkampf

Weder die Widersprüchlichkeiten des Agro- noch die verheerenden Folgen des Massentourismus waren vor den vergangenen Parlamentswahlen vom 28. April ein Thema. Viel wichtiger schienen die nationale Frage und der Konflikt um Katalonien. Die Sozialdemokraten vom PSOE, der die meisten Stimmen erhielt, hatten in ihrem Wahlprogramm lediglich ein paar unbestimmte Sätze formuliert: mehr interne Demokratie in den Unternehmen der Branche, höhere Steuern und eine Förderung des grünen Tourismus. Unidas Podemos schlug die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 34 Stunden, ein Verbot von Arbeitsverträgen mit einer Laufzeit von weniger als einem Monat und die Reduzierung der Ferienwohnungen in den Städten vor – Maßnahmen, die kaum umgesetzt werden dürften. Die Faschisten von Vox, nunmehr zum ersten Mal im spanischen Parlament vertreten, erwähnten den Tourismus in ihrem Programm gleich gar nicht. Die Billigfliegerei, mit der jene mehr als 80 Millionen Besucher nach Spanien kommen und die ihren eigenen Beitrag zur Erderwärmung leistet, wurde von keiner der wahlkämpfenden Parteien auch nur am Rande erwähnt.

Erst nachdem die Parteien ihre Arbeit im Parlament aufgenommen hatten, schlug Unidas Podemos Alarm und rief den Klimanotstand aus; symbolträchtig, aber ohne Folgen. Als Pedro Sánchez Ende Juli für sich als Regierungschef warb, schlug er in seiner Bewerbungsrede die Errichtung eines »Ministeriums energetische Transition« vor, ursprünglich ein Vorschlag von Unidas Podemos. Zudem versprach er eine »nachhaltige Tourismusstrategie 2030«. Es blieb jedoch beim bloßen Schlagwort, nähere Ausführungen folgten nicht. Aus früheren Aussagen von Sánchez darf man aber wissen, dass der PSOE-Mann im Tourismus eine Waffe »gegen die Intoleranz und die neue Mauer« erblickt, während er die echten Zäune von Ceuta und Melilla nicht abbauen lässt und Seenotrettungsschiffe an ihrer Arbeit hindert. Der Tourismus soll sogar ein Mittel gegen die Entvölkerung auf dem Land darstellen und – am allerbesten – helfen, »den Reichtum umzuverteilen«. Auf absehbare Zeit wird sich an der spanischen Tourismuswirtschaft also wenig ändern.

Carmela Negrete lebt in Berlin und macht jährlich Urlaub in Andalusien. Zuletzt schrieb sie am 27. April auf diesen Seiten über die damals bevorstehenden Parlamentswahlen in Spanien: »Zerrissenes Land«

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