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Aus: Ausgabe vom 27.07.2019, Seite 6 / Ausland
Kuba

Startsignal der Revolution

Kuba feiert den »Sturm auf die Moncada-Kaserne«. Und Washington verschärft die Blockade
Von Volker Hermsdorf
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Raúl Castro und Miguel Díaz-Canel bei den Feierlichkeiten zum 26. Juli 2019

In Kuba wurde am Freitag der »Tag der nationalen Erhebung« gefeiert. Die zentrale Feier zum 66. Jahrestag des Angriffs der von Fidel Castro angeführten Rebellen auf die Kasernen »Moncada« in Santiago de Cuba und »Carlos Manuel de Céspedes« in Bayamo, fand in Anwesenheit von Präsident Miguel Díaz-Canel in Bayamo statt. Obwohl militärisch gescheitert, gilt der »Sturm auf die Moncada-Kaserne« als Startsignal für die kubanische Revolution. Am 1. Januar 1959 verkündete Fidel Castro in Santiago de Cuba deren Sieg. Seitdem ist der 26. Juli Kubas Nationalfeiertag.

Während Staatschefs und Persönlichkeiten aus aller Welt die Kubaner zum Jahrestag beglückwünschten, kündigte Washington eine erneute Verschärfung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade an. Das US-Außenministerium erweiterte eine Liste von bislang bereits mehr als 200 kubanischen Unternehmen, zu denen US-Bürger unter Androhung von Strafe keinerlei Geschäftsbeziehungen unterhalten dürfen, um zwei Hotels und zwei Verlagshäuser.

Auch in diesem Jahr wird der 26. Juli nicht nur in Kuba, sondern in zahlreichen Ländern der Welt, darunter in mehreren Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, als Tag der Solidarität mit Kuba begangen. Auf der größten »Fiesta de Solidaridad« im Stadtpark Lichtenberg (Parkaue) in Berlin läuft am Sonnabend ab 14 Uhr ein Programm mit Politik, Musik, Kunst und Kultur. Die »Fiesta Moncada« im Garten der Außenstelle der kubanischen Botschaft in Bonn (Kennedyallee 22–24) findet am 10. August 2019 von 14 bis 20 Uhr statt.

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