Der Schwarze Kanal
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Aus: Ausgabe vom 23.07.2019, Seite 4 / Inland
Rechtsterrorismus

Karl-Liebknecht-Haus evakuiert

Bombendrohung in Berliner Zentrale der Linkspartei
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Sicherheitsabstand: Das Berliner Karl-Liebknecht-Haus am Montag

Das Karl-Liebknecht-Haus am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz, in dem unter anderem der Bundesvorstand und die Bundesgeschäftsstelle der Partei Die Linke ihren Sitz haben, ist am Montag nach dem Eingang eines Drohschreibens für mehrere Stunden geräumt worden. Eine Vertreterin der Partei sprach von einer Drohung, die als E-Mail eingegangen sei. In dieser sei es um eine Bombe im Gebäude gegangen. Unterzeichnet war das Schreiben demnach mit »Combat 18«.

Daraufhin hätten alle etwa 50 anwesenden Mitarbeiter das Haus verlassen müssen. Die Partei vermute den Absender wegen des Wortlauts im neonazistischen Lager. Ein Sprecher der Polizei wollte das vor Ort gegenüber jW zunächst nicht bestätigen. Im Umfeld des Gebäudes errichtete die Polizei einen kleinen Sperrkreis. Die Berliner Polizei erklärte, die Ernsthaftigkeit des Schreibens werde geprüft. Die Evakuierung sei auf Initiative der Partei erfolgt.

Kurz nach 13 Uhr wurde die Polizeiabsperrung wieder aufgehoben, die Mitarbeiter kehrten in das Gebäude zurück. Eine polizeiliche Durchsuchung des Karl-Liebknecht-Hauses fand nicht statt. (jW)

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