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Aus: Ausgabe vom 22.07.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
Graben nach dem letzten Tropfen Wasser - ausgestrocknetes Flussb
Graben nach dem letzten Tropfen Wasser – ausgestrocknetes Flussbett in Kamerun: »Klimafluch und Klimaflucht«

Schlacht in den Wolken

Kinder werden gezeugt, unter Schmerzen geboren, unter Mühen großgezogen. Dann kommt der Krieg, Nordfrankreich 1917: Ein junger, naiver Offizier gelangt an die Westfront zur 76. Fliegerstaffel. Wenn er die erste Woche überlebt, hat er Chancen auf ein paar weitere. Eher Kriegs- als Antikriegsfilm, aber schon sehr eindrucksvoll. GB/F 1976.

Arte, 20.15 Uhr

Klimafluch und Klimaflucht

Wir hier im Norden treten offensichtlich in eine Art Klimaoptimum ein. Der Tschadsee in der Sahelzone ist seit den 1960er Jahren wegen der zunehmenden Hitze bereits um 90 Prozent geschrumpft. Die rund 40 Millionen Menschen, die von ihm leben, werden bald in Richtung Süden migrieren müssen. Laut einigen Experten ist es schwer vorherzusehen, wie viele Menschen bis zum Jahr 2050 zu Klimaflüchtlingen werden. Manche sprechen von mehreren hundert Millionen. Manche sagen, das ist Quatsch. Auf jeden Fall muss gehandelt werden. Für alle Menschen.

Das Erste, 22.35 Uhr

Deutschland im Kalten Krieg: Keiner wird gewinnen

Folge zwei von drei. Anfang der 1960er Jahre sieht es so aus, als sei der Kalte Krieg im Grunde entschieden. Im Westen gibt es Vollbeschäftigung und ein Wirtschaftswunder, im Osten auch. Patt, Friede! Doch nein, die Weltlage bleibt angespannt: Der Krieg in Vietnam ist ein Stellvertreterkrieg, und in beiden deutschen Staaten bleibt die Angst vor einem dritten Weltkrieg, den keiner gewinnen kann, und deshalb rüsten beide Staaten auf, entwickeln neue Raketensysteme und bespitzeln sich gegenseitig. Der Film erzählt von der Studentenbewegung im Westen und dem Radikalenerlass, von ostdeutschen Agenten in Bonn sowie von einem Auftritt des Wolf Biermann 1976 in Köln. Von ihren Erinnerungen an diese Zeit berichten u. a. Antje Vollmer, Gerhart Baum, Fritz Pleitgen und Helge Malchow. Teil drei am 29. Juli.

Das Erste, 23.20 Uhr

Kinder

Die S-Bahn rauscht durch Berlin und durch das Leben von Emine, Marie, Christian und Arthur. Ihre Wege werden sich wahrscheinlich niemals kreuzen, doch es gibt eine Gemeinsamkeit: Sie sind Großstadtkinder. Ein Jahr lang hat die Filmemacherin Nina Wesemann ihren Alltag dokumentiert. Und das hat sie sehr gut gemacht. D 2019.

Arte, 23.45 Uhr

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