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Aus: Ausgabe vom 15.07.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Die Freundinnen Lena (Isabelle Huppert, r.) und Madeleine (Miou-Miou, l.) amüsieren sich in Paris

Entre nous – Träume von Zärtlichkeit

Wir gehen zurück, weil wir die Gegenwart verstehen wollen. Während des Zweiten Weltkriegs heiratet die Jüdin Lena einen französischen Soldaten. Zur selben Zeit verliert die Kunststudentin Madeleine ihren Ehemann und bindet sich aus Kummer an einen Schauspieler, von dem sie schwanger wird. Viele Jahre später begegnen sich die Frauen in Lyon und freunden sich an. Schauspielerinnenfest: Mit Miou-­Miou, Isabell Huppert. F 1983.

Arte, 20.15

Holocaust: Die Geschichte der Familie Weiss

1935–1940 – Die hereinbrechende Dunkelheit (Teil eins von vier)

Wir blicken zurück: In Berlin feiern Karl Weiss und Inga Helms im Jahr 1935 ihre Hochzeit. Karl stammt aus einer jüdischen Familie, während seine Frau nach den Begriffen des faschistischen Staates als »arisch« gilt. Wenig später werden die Nürnberger Gesetze erlassen.

Der Massenmord als TV-Soap? Anhand der Erfolgsserie lässt sich auch studieren, wie die Kulturindustrie sich der Schoah bemächtigt hat und das präzedenzlose Grauen trivialisiert, statt über dessen Ursachen und seinen realen Verlauf aufzuklären.

BR, 22.45

Traumschiffe als Luftverschmutzer?

Und volle Fahrt voraus, was gibt es da? Die Kreuzfahrtindustrie boomt. In Häfen wie Hamburg, Kiel und Rostock gehen Tausende Menschen an Bord gigantischer Schiffe. Branchensprecher betonen die Bedeutung der Kreuzfahrt für die deutsche Wirtschaft. Doch auf wessen Kosten? Der Film untersucht die Schattenseiten der Kreuzfahrt­industrie. Leidtragende sind zum Beispiel Anwohner der Hafenstädte. Und die Städte selbst, die kaputtgehen. Die Kunden der Stinkeschiffe wird man freisprechen können.

Das Erste, 22.45

Deutschland im Kalten Krieg

Angst beherrscht die Welt (Folge eins von drei)

Wir blicken zurück: Deutschland war mehr als vier Jahrzehnte lang das Zentrum des Kalten Krieges. Hier verlief die wichtigste Grenze zwischen den Einflusssphären der beiden Supermächte USA und UdSSR. Mehrmals drohte der schwelende Konflikt zu eskalieren. Der Kalte Krieg war auf politischer und militärischer Ebene, aber auch im Alltag der Deutschen dauerhaft präsent: Wie hat er das Lebensgefühl in beiden deutschen Staaten geprägt? In der dreiteiligen Dokumentation kommen Politakteure und Entscheidungsträger in Ost und West zu Wort, vor allem aber Zeitzeugen.

Das Erste, 23.30

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