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Dusan Deak

Fifty-one Selfies. Der evangelische Kirchentag 2019

Foto: Guido Kirchner/dpa
»Auch für Sympathisanten der ökumenischen Versöhnung war Interessantes dabei«

Zentrale Botschaft des evangelischen Kirchentags, der am Sonntag in Dortmund endete: »Vulven malen« mit Präsident Steinmeier und Gattin. Theologen und Teilnehmer zeigten sich davon überzeugt, dass der positive Einfluss von »Vulven malen« auf das Klima so bedeutend ist wie die Schließung von Garzweiler 2.

Weitere Programmpunkte des Kirchentags waren »Darmspiegelung mit Margot Käßmann«, »Mein Hund betrügt mich mit dem Hausmeister. Eine Einführung in die Sodomie« und »Fifty-one Milchshakes of Bedford-Strohm«, um nur einige zu nennen. Auch für Sympathisanten der ökumenischen Versöhnung war Interessantes dabei. »Mein erster Sex im Beichtstuhl« oder »Lolita, die kleine versaute Ministrantin« waren zum Einstieg ins Thema durchaus geeignet.

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Ein wichtiger Aspekt war der Hinweis der Kirchenoberen auf die Gefahren des Internets, besonders die Bereitschaft junger Menschen, Intimes leichtfertig preiszugeben, etwa die kolorierten Selfies von Omas Vulva mit 17.346 Facebook- und Instagram-Freunden zu teilen.

Über eine Zusammenlegung des Kirchentages mit der internationalen Erotikmesse »Venus« 2020 wurde in Dortmund laut nachgedacht.

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2019, Seite 11, Feuilleton

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