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21.06.2019, 19:45:39 / Inland

Nord-Süd-Kohlebahn von »Ende Gelände« blockiert

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Viersen. Das Aktionsbündnis »Ende Gelände« hat am Abend mit Hunderten Aktivisten die Nord-Süd Kohlebahn blockiert. Mit der Kohlebahn werden die Kraftwerke Neurath und Niederaußem – die zwei größten Kraftwerke Deutschlands – mit Kohle versorgt. Weitere Tausende Aktivisten sind auf dem Weg zu Blockadeorten, wie es in einer Pressemitteilung am Freitag abend hieß. Für Samstag wird eine zweite große Blockadewelle erwartet.

Das Aktionsbündnis fordert einen sofortigen Kohleausstieg und einen grundlegenden Systemwandel. Neben den Aktionen von »Ende Gelände« wird es am Wochenende vielfältige weitere Protesten geben. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, haben sich etliche Umweltverbände und Organisationen – darunter Greenpeace, der BUND, Campact sowie »Fridays for Future« – mit »Ende Gelände« solidarisiert. In der Solidaritätserklärung der NGOs heißt es u.a.: »Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen. Ende Gelände ist ein aufrüttelndes Signal zum Ausstieg aus einer zerstörerischen Technologie, für den globalen Erhalt der Umwelt und für gelebte Solidarität mit unseren Mitmenschen weltweit, insbesondere denen, die schon heute vom Klimawandel bedroht sind.«

Unterdessen wurden laut dem Twitteraccount des Aktionsbündnisses mehrere hundert Aktivisten im Bahnhof Viersen über zwölf Stunden festgehalten und an daran gehindert zur angemeldeten Versammlung weiterzugehen. Bereits am Vormittag hatten Polizeibeamte gegen den kompletten Bereich abgesperrt, »um Straftaten zu verhindern«, wie die Rheinische Post (Onlineausgabe) berichtete. Nach Angaben der Polizei war der Bahnverkehr ab 16.30 Uhr wieder freigegeben. (jW)