-
26.06.2019
- → Ausland
»Sea-Watch 3« will Italien anlaufen
Rom. Die Kapitänin des blockierten Rettungsschiffs »Sea-Watch 3« ist bereit, trotz Verbots der italienischen Regierung in die Hoheitsgewässer des Landes einzulaufen. »Ich fahre in italienische Gewässer, und ich bringe sie (die Flüchtlinge) in Sicherheit auf Lampedusa«, sagte Carola Rackete aus Kiel am Dienstag der Tageszeitung La Repubblica. Sie warte aber noch auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Strasbourg. Dort hatte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch eine einstweilige Maßnahme gegen Italien beantragt, damit die Geretteten an Land gehen dürfen. Die Richter wiesen den Antrag am Dienstag abend jedoch ab.
Das Schiff hatte die Menschen vor rund zwei Wochen vor Libyen aufgenommen und wartet seitdem mit 42 Geflüchteten an Bord vor der sizilianischen Insel Lampedusa auf eine Einfahrtserlaubnis. Die Entscheidung des EGMR zeige, »dass niemand Verantwortung übernehmen will«, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer. Das sei aber zwingend notwendig: Die Situation könne nicht ewig andauern. Die Lage auf dem Schiff spitze sich immer weiter zu. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!