-
31.05.2019
- → Inland
Armen Familien wird Kindergeld vorenthalten
Berlin. Familien, die Hartz-IV-Leistungen beziehen, entgehen nach Angaben der Fraktion Die Linke im Bundestag jedes Jahr rund fünf Milliarden Euro, weil das Kindergeld auf diese Zahlungen angerechnet wird. Das geht aus einer am Donnerstag bekanntgewordenen Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Fraktion hervor.
Zwischen 2007 und 2018 seien betroffenen Familien durch die Anrechnung von Kindergeld insgesamt gut 54 Milliarden Euro entgangen. Im vergangenen Jahr waren es den Angaben zufolge 4,8 Milliarden Euro.
Die Sozialexpertin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, kritisierte die Politik der Bundesregierung. Statt gezielt Familien mit geringem Einkommen zu fördern, begünstige diese wohlhabende am stärksten. »Ausgerechnet die ärmsten Familien aber bekommen keine zusätzliche Leistung, obwohl gerade sie finanzielle Förderung benötigen.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!