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Armen Familien wird Kindergeld vorenthalten

Berlin. Familien, die Hartz-IV-Leistungen beziehen, entgehen nach Angaben der Fraktion Die Linke im Bundestag jedes Jahr rund fünf Milliarden Euro, weil das Kindergeld auf diese Zahlungen angerechnet wird. Das geht aus einer am Donnerstag bekanntgewordenen Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Fraktion hervor.

Zwischen 2007 und 2018 seien betroffenen Familien durch die Anrechnung von Kindergeld insgesamt gut 54 Milliarden Euro entgangen. Im vergangenen Jahr waren es den Angaben zufolge 4,8 Milliarden Euro.

Die Sozialexpertin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, kritisierte die Politik der Bundesregierung. Statt gezielt Familien mit geringem Einkommen zu fördern, begünstige diese wohlhabende am stärksten. »Ausgerechnet die ärmsten Familien aber bekommen keine zusätzliche Leistung, obwohl gerade sie finanzielle Förderung benötigen.« (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2019, Seite 2, Inland

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