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Kritik an Wahlmodus für SWR-Intendanten

Stuttgart. Am heutigen Donnerstag soll ein neuer SWR-Intendant gewählt werden. Interessant daran ist nicht, wer es wird, sondern das seltsame Procedere. Denn es gab eine Vorauswahl für die Nachfolge des jetzigen Funktionärs Peter Boudgoust, die Kritiker auf den Plan rief. Eine Arbeitsgruppe hatte vorgeschlagen, dass sich nur zwei Kandidaten vorstellen können. Die Gremien des zweitgrößten ARD-Senders stimmten dem im März zu. Ursprünglich hatten sich 15 Bewerber um die Stelle bemühen wollen.

Zur Wahl stehen nur der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke, und die Direktorin des SWR-Landessenders Baden-Württemberg, Stefanie Schneider. Boudgousts Vorgänger Peter Voß hatte das Verfahren im April in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als »ein Armutszeugnis für die Gremien des Senders« bezeichnet. Es dränge sich der Verdacht auf, »dass hier eine allein wahltaktisch motivierte, durchaus unheilige Allianz am Werkeln beziehungsweise Kungeln war und ist«. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2019, Seite 15, Medien

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