Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
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Aus: Ausgabe vom 06.05.2019, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Analyse und Kritik

Fabian Westhoven hat beobachtet, dass über Enteignungen sehr selektiv diskutiert wird. Enteignet werde fleißig und im globalen Maßstab, und zwar ganz ohne öffentliche Debatte: »Nur betreffen diese Expropriationen nicht die großen Kapitaleigner, sondern kleine Selbständige, Bäuerinnen und Bauern sowie Indigene im globalen Süden.« Einen Aufschrei gebe es nur dann, »wenn es das große Kapital betrifft«. Tsafrir Cohen schreibt in der aktuellen Analyse und Kritik, dass der Wahlsieg Netanjahus ein »klares Nein zur Zweistaatenlösung« sei. Um das Steuer herumzureißen und wieder eine echte Alternative zu sein, müsse die israelische Opposition ihre »Anbiederung an die rechtsnationalistische Hegemonie« beenden. Christian Russau weist darauf hin, dass das Bundeswirtschaftsministerium deutschen Unternehmen empfehle, »jetzt auf Brasilien zu setzen« – während sich die Minister der dortigen Regierung »in Forderungen nach der Inhaftierung ›aller linken Banditen‹ überbieten«. (jW)

AK, Jg. 49/Nr. 648, 36 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: AK, Rombergstr. 10, 20255 Hamburg, E-Mail: vertrieb@akweb.de

Cuba Libre

Ulrich Fausten schreibt in der Zeitschrift Cuba Libre über eine Talentshow für Kinder im kubanischen Fernsehen, in der nicht Ellenbogenmentalität, sondern soziales Verhalten belohnt werde: La Colmena TV. Peter Knappe informiert über die wirtschaftliche Entwicklung Kubas im vergangenen Jahr: »Bescheidene, aber dennoch positive Ergebnisse« seien trotz der Verschärfung der US-Blockadepolitik erzielt worden. Tobias Kriele hat mit dem ehemaligen kubanischen Kulturminister Abel Prieto gesprochen, der hofft, dass sich die Kulturpolitik seines Landes »gegen die auf uns zuschwappenden Wellen von Unsinn« behaupten wird. (jW)

Cuba Libre, Nr. 2/2019, 50 Seiten, 3,50 Euro, Bezug: Freundschaftsgesellschaft BRD – Kuba e. V., Maybachstr. 159, 50670 Köln, E-Mail: info@fgbrdkuba.de

Hintergrund

Die Redaktion des Nachrichtenmagazins Hintergrund beschäftigt sich mit der Venezuela-Berichterstattung der ARD. Die begleite den laufenden Staatsstreich »wie nach einem Drehbuch« und sei »geradezu ein Vorreiter« darin, die »Politik des Pentagon zu verkaufen«: »Die ARD hat verbal und medial Vorsorge für einen Militärschlag getroffen«. Helge Buttkereit schreibt, dass das Ziel des »westlichen Sanktionsregimes« gegen Venezuela sei, in dem Land eine »Hungerrevolte« und einen »Seitenwechsel« des Militärs zu provozieren. (jW)

Hintergrund, Nr. 1/2019, 66 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: Verlag Selbrund, Bockenheimer Landstr. 17/19, 60325 Frankfurt am Main, E-Mail:abo-hintergrund@ips-d.de

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