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23.04.2019, 18:15:39 / Feuilleton

BRD soll zwei von Nazis geraubte Gemälde zurückgeben

Das Gemälde »Ansicht der Karlskirche zu Wien«
Das Gemälde »Ansicht der Karlskirche zu Wien«

Magdeburg. Nach jahrelangem Streit um Naziraubgut soll die Bundesrepublik zwei Gemälde an die Erben des jüdischen Besitzers zurückgeben. Die beratende Kommission für die Rückgabe der von den Nazis gestohlenen Kulturgüter hat ihre Ende März verkündete Entscheidung am Dienstag mit der durch die Naziverfolgung »unmittelbar ausgelöste wirtschaftliche Notlage« begründet.

Die Kommission hatte die Rückgabe der im Bundesbesitz befindlichen Werke »Ansicht des Zwingergrabens in Dresden« und »Ansicht der Karlskirche zu Wien« des als Canaletto bekannten italienischen Landschaftsmalers Bernardo Bellotto (1721-1780) an die Erben von Max James Emden empfohlen. Der Streit dauert seit 15 Jahren an. Emden war ein aus Hamburg stammender Kaufhausmagnat, der als Jude von den Faschisten verfolgt worden war und seinen gesamten Besitz verlor.

Die Bilder gelangten 1949 über eine Sammelstelle der Alliierten an den Bund und wurden später mit weiteren Kunstwerken Eigentum der Bundesrepublik. Zuletzt befanden sich das Gemälde »Ansicht der Karlskirche zu Wien« als Leihgabe im Museum Kunstpalast in Düsseldorf und die »Ansicht des Zwingergrabens in Dresden« im Militärhistorischen Museum in Dresden. (dpa/jW)

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