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Aus: Ausgabe vom 18.04.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: ZDF und der Putin

ZDF-Zeit | Di., 20.25 Uhr, ZDF
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»Die Deutschen« habe Wladimir Putin in seiner Zeit als KGB-Agentenführer in Dresden kennen- und schätzen gelernt

Während vor allem die Rüstungsindustrie in der BRD Interesse an einer Konfrontation mit Russland hat, wünschen sich andere Kapitalfraktionen möglichst gute Beziehungen mit dem großen Nachbarn im Osten. Die Reduktion »Russland ist Putin, Putin ist Russland« kommt dabei offenbar gelegen: So müssen sich bundesdeutsche Geschäftemacher und ihre Freunde in der Politik nur noch die Frage stellen, wie Präsident Wladimir Putin »tickt«.

Den Versuch einer Antwort unternahmen die Autoren des am Dienstag abend im ZDF zur besten Sendezeit ausgestrahlten Films »Putin und die Deutschen«. Darin wird der »Schlüssel zu Putins eigener Logik« in dessen Biografie gesucht – und gefunden. Als KGB-Mann habe Putin am Tag, als »der Mob« 1989 in Dresden vor der Tür stand, das Fingieren von Stärke gelernt. Seither überspiele Russlands Präsident Schwächen mit Muskelspielen, versetze NATO-Staaten »Nadelstiche« und destabilisiere »den Westen« mittels gestreuten Falschinformationen. (mb)

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