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Malta und Italien weisen Seenotretter ab

Rom. Ein deutsches Hilfsschiff bekommt nach der Rettung von 64 Geflüchteten aus dem Mittelmeer keine Erlaubnis, einen Hafen in Malta oder Italien anzusteuern. Die Sprecherin der deutschen Hilfsorganisation »Sea-Eye«, Carlotta Weibl, sagte der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag, das Schiff »Alan Kurdi« sei in der Nähe der italienischen Insel Lampedusa. Malta habe die Einfahrt in seine Hoheitsgewässer verweigert, und Italien werde wohl auch keine Genehmigung erteilen.

Die »Alan Kurdi« hatte die Menschen am Mittwoch nahe der libyschen Küste aufgenommen. Italiens Innenminister Matteo Salvini sagte, das Schiff solle nach Hamburg fahren. Weibl erklärte, das sei eine Reise von drei bis vier Wochen. Dafür seien nicht genug Trinkwasser und Lebensmittel an Bord, deshalb sei das nicht möglich. (AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2019, Seite 1, Ausland

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