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Aus: Ausgabe vom 22.03.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Tom Schilling spielt den jungen Bertolt »Brecht«

Brecht (1)

Die Liebe dauert oder dauert nicht

Das Interessante an diesem Machwerk ist vielleicht, wie der sozialdemokratische Slogan von der Kultur für alle inzwischen ganz klar zu einem zynischen keine Kultur für niemand geworden ist. Selbstgereimt können wir so sagen: Er wär’ so gern der Bertolt Brecht, doch reicht’s nur für den Lehrer Specht. Es tut physisch weh, wie nicht unbegabte Schauspieler zu plattestem Gesichthinhalten verurteilt werden, von einem Filmemacher, der sich ohne jede Idee an einem Dichterleben vergreift, was einer sehr kritischen Auseinandersetzung durchaus standgehalten hätte. Teil 2, zu dem wir hier noch nichts sagen wollen, im Anschluss. Mit Tom Schilling (Bertolt Brecht,1916–1933), Lou Strenger (Helene Weigel, 1920–1933), Leonie Benesch (Elisabeth Hauptmann, jung). Regie: Heinrich Breloer.

Arte, 20.15 Uhr

Makro: Good bye, fish and chips?

Wirtschaft in 3sat

Die englischen Fischer zählen zu den stärksten »Brexit«-Befürwortern. Die europäischen Fangquoten empfinden sie als extrem unfair. Fast 60 Prozent des Fischs aus den Gewässern rund ums Königreich holen nicht-britische Schiffe an Bord. Für Fish ’n’ Chips muss der Kabeljau, Hauptbestandteil des beliebten englischen Nationalgerichts, künftig aus der EU importiert werden.

3sat, 21.00 Uhr

Zero Dark Thirty

Die junge CIA-Agentin Maya stößt zu einer Spezialeinheit, die Osama bin Laden ausfindig machen und für die Anschläge vom 11. September 2001 hinrichten soll. Dann setzt eine verwickelte Handlung ein, mit viel Bumm-Bumm. Aber für Freitag abend okay. Mit Jason Clarke, Reda Kateb. USA 2012. Regie: Kathryn Bigelow.

3sat, 22.25 Uhr

Todfeinde

Dean Martin und Robert Mitchum als Todfeinde – was will man mehr, vor allem, wenn man sich vorstellt, wie sie nach Drehschluss ihre »Feindschaft« begossen haben sollen. Der Wilde Westen 1880: Van Morgan spielt eine Runde Poker im Salon von Rincon, Colorado. Als er sein Spiel unterbricht und kurze Zeit später zum Tisch zurückkehrt, wird er Zeuge, wie seine Pokergesellen außer sich vor Wut einen Fremden zur Tür hinauszerren. Der Mann soll betrogen haben, und die Männer wollen grausame Rache üben. Van Morgan versucht einzuschreiten und den Lynchmord zu verhindern, doch der Fremde wird gehängt. Bald taucht ein Racheengel auf. Mit Inger Stevens. USA 1968. Regie: Henry Hathaway.

BR, 22.45 Uhr

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