Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
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Aus: Ausgabe vom 22.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Kopf unten

Der kluge Bauch, unser zweites Gehirn | Mi., 20.15 Uhr, 3sat
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Der »ständige Dialog« zwischen Bauch und Gehirn muss noch entziffert werden

Der Philosoph Hegel meinte es auch philosophisch, wenn er Gäste an der gedeckten Tafel aufforderte: »Alles muss verzehrt werden!« Verstand und Vernunft sind Weltverdauung. Heute finden Biologen und Mediziner immer mehr Belege, dass sich die Neuronen im Darm nicht aufs Knacken von Speisepartikeln beschränken, sondern eine Art Intranet mit ihren Kollegen im Gehirn betreiben. Was unten verdaut wird, hat Auswirkungen oben und umgekehrt. Der menschliche Darm enthält etwa 200 Millionen Nervenzellen, etwa so viele wie die Großhirnrinde eines Hundes. Die führenden Forscher der Welt auf diesem Gebiet kommen in der französischen Doku zu Wort, und der »Wiederentdecker« des Darms, Michael Gershon aus New York, erläutert: Die Auslagerung des Gehirns in der Evolution an die Peripherie des Körpers ermöglichte effiziente Kopfarbeit. Die Verbindung zu den Darmneuronen riss aber nie ab. Die werden lange vor dem Kopf bei Parkinson-Erkrankung angegriffen, was neue Therapien erwarten lässt. (asc)

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