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Aus: Ausgabe vom 22.03.2019, Seite 11 / Feuilleton
Ausstellung

Kunst und Kritik: »King of Pop« diskutiert

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Der Intendant der Bundeskunsthalle in Bonn, Rein Wolfs, hat die umstrittene Ausstellung über Michael Jackson verteidigt. »Gerade jetzt nach dem Bekanntwerden neuer Missbrauchsvorwürfe ist es wichtig, sich mit dem ›King of Pop‹ auseinanderzusetzen«, sagte Wolfs der dpa. Die Ausstellung beleuchte den Megastar aus unterschiedlichen, auch kritischen Perspektiven. »Ich glaube, es ist besser, eine Plattform zu haben, die Diskussionen ermöglicht, als eine kulturelle Erinnerung einfach auszulöschen«, sagte Wolfs. Auch sei die Ausstellung »Michael Jackson: On the Wall« mit Werken von Andy Warhol, Jeff Koons u. a. im Vergleich zu den vorigen Stationen in London und Paris um einige Werke ergänzt worden. Zusätzlich werde sie von Diskussionen begleitet werden. In einem Statement zu Beginn der Ausstellung, die von heute an bis zum 14. Juli läuft, wird zu den neuen Vorwürfen in der Fernsehdokumentation »Leaving Neverland« Stellung genommen. Die Bundeskunsthalle erklärt dort unter anderem: »Die Vorwürfe, die von den mutmaßlichen Opfern erhoben werden, sind schockierend. Wir sehen es als unsere Verantwortung an, diese Thematik nicht auszuklammern.« (dpa/jW)

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