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Aus: Ausgabe vom 23.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Geballte Konzernkritik

Vis à vis | Do., 10.45 Uhr, Inforadio
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Protest gegen das Herbizid Glyphosat beim 33. Winterschwimmen bzw. Eisfasching im Januar 2018 in Berlin

In den Nischen der Spartensender gibt es sie noch: Beiträge über die herrschenden kapitalistischen Verhältnisse in der Bundesrepublik. So konnte Thilo Bode, Chef der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch e. V., am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg eine entsprechende Einschätzung abliefern. Thema des Gesprächs ist Bodes jüngstes Buch »Die Diktatur der Konzerne«.

Die Inforadio-Wirtschaftsredakteurin Ute Holzhey zeigte sich teils erschrocken angesichts der Fälle und Entwicklungen, die Bode schilderte. Im Gespräch ging es unter anderem um die Rolle des Volkswagen-Konzerns im »Dieselskandal« und um das Ausbringen von Glyphosat und anderer Gifte. Doch der Berufsaktivist erklärte lediglich Alltbekanntes: »Konzerne wollen erst mal Profit machen, und die wollen nicht Rücksicht nehmen auf das Allgemeinwohl«. Bode erfuhr die ganzen Details selbst erst durch die Lektüre des von seinem »Ghostwriter« geschriebenen Buches, wie er schließlich zugab. (mb)

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