Zum Inhalt der Seite

Tamilen in Sri Lanka fordern Strafgerichtshof

Colombo. Um die Kriegsverbrechen in Sri Lanka aufzuarbeiten, hat die Partei Tamilische Nationalallianz am Freitag im Parlament in Colombo damit gedroht, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag einzuschalten. Zuvor hatte der UN-Menschenrechtsrat in Genf am Donnerstag Sri Lanka zum zweiten Mal einen Aufschub gewährt, um binnen zwei Jahren glaubwürdige Ermittlungen einzuleiten. Dazu soll ein Gericht unter Beteiligung srilankischer und ausländischer Richter und Staatsanwälte eingerichtet werden. Die von den Kriegsverbrechen am stärksten betroffenen Tamilen kündigten aber an, kein Gericht ohne ausländische Beteiligung zu akzeptieren, und plädierten für eine vollständig international zusammengesetzte Instanz. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2019, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!