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Aus: Ausgabe vom 13.03.2019, Seite 5 / Inland
Süßwarenbranche

Kein Zuckerstückchen

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Gegen die vorgesehene Schließung zweier französischer »Südzucker«-Werke protestierten am Dienstag Rübenanbauer aus Cagny (Normandie) und Eppeville (Hauts-de-France) vor der Konzernzentrale in Mannheim. Würden die Pläne umgesetzt, verlören rund 2.500 Landwirte etwa 40 Prozent ihres Einkommens, erläuterte der Präsident des Verbandes der Rübenanbauer, Franck Sander, bei einer Kundgebung vor der Konzernzentrale. Hinzu kämen 250 Arbeitsplätze in den Fabriken selbst sowie zahlreiche mittelbar Betroffene. Sander will der Südzucker-Geschäftsführung vorschlagen, dass die Bauern die beiden bedrohten Fabriken übernehmen, sollte deren Betrieb eingestellt werden. Südzucker-Sprecher Dominik Risser betonte: »Wir haben die feste Absicht, diese Fabriken zu schließen«. Die Südzucker AG hatte die Schließung von fünf Werken in Frankreich, Deutschland und Polen mit einer Reduktion des Produktionsvolumens von bis zu 700.000 Tonnen im Jahr angekündigt. Dadurch könnten jährlich bis zu rund 100 Millionen Euro »eingespart« werden. (dpa/jW)