Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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Aus: Ausgabe vom 15.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Grindels Herrlichkeit

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DFB-Präsident Reinhard Grindel (r.)

Wenn Fußballbosse Journalisten empfangen, haben letztere die Fragen schon vorher einzureichen, mit Bückling zu erscheinen, und kritische Themen wie ominöse Geldflüsse sind tabu. Die Selbstherrlichkeit und Arroganz jener Halbgötter aus Frankfurt am Main schlug DW-Reporter Florian Bauer entgegen, als er versuchte, DFB-Präsident Reinhard Grindel zu interviewen. Grindel (G): »Also Herr Bauer, ich beantworte jetzt noch drei Fragen zu Katar, und dann ist das Interview beendet.« – Bauer (B): »Lassen Sie mich doch …« – G: »Nein, drei Fragen zu Katar und sonst hören wir gleich auf.« – B: »Aber Herr Grindel, ich frage doch offen …« – G: »Nein, Sie fragen nicht offen, Sie versuchen mir irgendwas in die Schuhe zu schieben …« – B: »Gar nicht.« (…) – G: »Herr Bauer, drei Fragen zu Katar, sonst stehe ich auf.« – B: »Darf ich jetzt die 25 Milliarden nun noch einbringen?« – G: »Nein.« – B: »Das habe ich doch inhaltlich bisher noch nicht gefragt.« – G: »Herr Bauer, komm, wir lassen es.« Sprach’s, stand auf und ging. (mme)

kurzlink.de/Grindel

Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • Peter Balluff, Voehl: Einmal an die Fleischtöpfe! Beim DFB geht es wie bei der UEFA und der FIFA nur um zwei Dinge: Geld und Abzocke. Wann treten die Herren Grindel, Löw und Infantino endlich zurück, damit auch ich mal an die Fleischtöpfe kann? Gut, ...

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