Zum Inhalt der Seite
Diplomatische Krise

BRD akzeptiert de facto Botschafterausweisung

Berlin. Die Bundesregierung hat die Ausweisung des deutschen Botschafters aus Venezuela de facto akzeptiert. Außenminister Heiko Maas (SPD) twitterte am Donnerstag abend, er habe »entschieden, unseren Botschafter zu Konsultationen zurück nach Hause zu rufen«. Damit vermeidet er formell, die Ausweisung durch die Regierung von Präsident Nicolás Maduro anzuerkennen. Offen ließ Maas am Donnerstag, ob Berlin diplomatische Gegenmaßnahmen ergreifen wird. Venezuela hatte Botschafter Daniel Kriener am Mittwoch zur unerwünschten Person erklärt und ihm wiederholte Einmischung in die inneren Angelegenheiten vorgeworfen. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.03.2019, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!