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Diplomatische Krise

Deutscher Botschafter aus Venezuela ausgewiesen

Caracas. Venezuela hat den deutschen Botschafter in Caracas, Daniel Kriener , zur unerwünschten Person erklärt. Er habe sich in die inneren Angelegenheiten eingemischt, kritisierte Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza in einem über Twitter verbreiteten Kommuniqué. Es sei nicht hinnehmbar, dass sich ein ausländischer Diplomat wie ein »politischer Führer« verhalte, zumal, wenn dies »der Konspirationsagenda extremistischer Teile der venezolanischen Opposition« folge. Kriener habe 48 Stunden Zeit, das Territorium der Bolivarischen Republik Venezuela zu verlassen.

Zugleich bekräftigte Caracas in der Stellungnahme, dass man auch weiterhin mit allen Regierungen Europas Beziehungen auf der Grundlage von Respekt und Kooperation entwickeln wolle. Dazu müssten diese aber eine konstruktive Rolle einnehmen und sich von Putsch- und Gewaltaufrufen distanzieren.

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Bundesaußenminister Heiko Maas reagierte verschnupft auf das Kommuniqué aus Caracas. Es sei »eine unverständliche Entscheidung, die die Lage verschärft und eben nicht entspannt«, twitterte er. Diplomatisch verklausuliert kündigte er aber an, der Ausweisung Folge zu leisten: »Wir haben die Entscheidung, Botschafter Kriener zur ›persona non grata‹ zu erklären, zur Kenntnis genommen. Ich habe entschieden, unseren Botschafter zu Konsultationen zurück nach Hause zu rufen.« (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2019, Seite 1, Ausland

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