Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Oktober 2021, Nr. 247
Die junge Welt wird von 2589 GenossInnen herausgegeben
Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder > Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Aus: Ausgabe vom 07.03.2019, Seite 1 / Ausland
Diplomatische Krise

Deutscher Botschafter aus Venezuela ausgewiesen

Caracas. Venezuela hat den deutschen Botschafter in Caracas, Daniel Kriener , zur unerwünschten Person erklärt. Er habe sich in die inneren Angelegenheiten eingemischt, kritisierte Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza in einem über Twitter verbreiteten Kommuniqué. Es sei nicht hinnehmbar, dass sich ein ausländischer Diplomat wie ein »politischer Führer« verhalte, zumal, wenn dies »der Konspirationsagenda extremistischer Teile der venezolanischen Opposition« folge. Kriener habe 48 Stunden Zeit, das Territorium der Bolivarischen Republik Venezuela zu verlassen.

Zugleich bekräftigte Caracas in der Stellungnahme, dass man auch weiterhin mit allen Regierungen Europas Beziehungen auf der Grundlage von Respekt und Kooperation entwickeln wolle. Dazu müssten diese aber eine konstruktive Rolle einnehmen und sich von Putsch- und Gewaltaufrufen distanzieren.

Bundesaußenminister Heiko Maas reagierte verschnupft auf das Kommuniqué aus Caracas. Es sei »eine unverständliche Entscheidung, die die Lage verschärft und eben nicht entspannt«, twitterte er. Diplomatisch verklausuliert kündigte er aber an, der Ausweisung Folge zu leisten: »Wir haben die Entscheidung, Botschafter Kriener zur ›persona non grata‹ zu erklären, zur Kenntnis genommen. Ich habe entschieden, unseren Botschafter zu Konsultationen zurück nach Hause zu rufen.« (jW)

Mehr aus: Ausland

Die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz findet am 8.1.2022 als Präsenz- und Livestreamveranstaltung statt. Informationen und Tickets finden Sie hier.