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Aus: Ausgabe vom 06.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Urban Gardening in Havanna

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Ein Organipónico in Havanna

Tomaten, Bohnen, Salat, selbst angebaut, voll ökologisch und zu niedrigen Preisen an die Bevölkerung weitergegeben. Jorge Padron, der Leiter eines sogenannten Organopónicos in Havanna ist stolz auf das Erreichte. 1992 wurden die ersten solcher Gärten in Kuba eingerichtet, auf Vorschlag der Regierung, wie er betont. Denn nach dem Ende der Sowjetunion herrschte Mangel, es galt, die Versorgungsprobleme der städtischen Bevölkerung möglichst rasch zu beheben. Mittlerweile sind 35.000 Hektar Land allein in der Zwei-Millionen-Me­tropole Havanna von den Gärten bedeckt, zwei Drittel der Gemüseversorgung der Stadt kommen von hier. Und die Gärten sind längst zum Vorbild für andere Länder geworden. Die Reportage von Philippe Simay schildert das alles mit Sympathie und ohne den üblichen antikommunistischen Furor, ganz im Gegenteil: Sie betont vielmehr, die vielfältige Unterstützung durch staatliche Stellen. Nur der touristische Blick, den die Kameraführung verrät, nervt. (row)

bis zum 5.4., http://t1p.de/Garten

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