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Aus: Ausgabe vom 02.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Hipsterfutter

Xenius | Do., 16.15 Uhr, Arte
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Gesund genug: Heidelbeeren sind eine von vielen guten Alternativen zu exotischen Modelebensmitteln

Das Wissenschaftsmagazin von Arte setzt Meinungen nüchterne Fakten entgegen. Diesmal wollen die Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner für uns in Erfahrung bringen, ob die sich ausbreitende Glaubensbewegung an sogenanntes Superfood mehr ist als eine Marketingmasche des Einzelhandels. Im Bundesforschungsinstitut für Ernährung in Karlsruhe tritt Beere gegen Beere an. Die Analyse zeigt: die Heidel- braucht sich, was ihre Inhaltsstoffe angeht, vor der exotischen Goji- nicht zu verstecken.

Eine Ernährungsberaterin entzaubert, was Superfoodfan Marlene täglich in ihr Müsli rührt. Wissenschaftliche Belege für die magische Wirkung, die Chiasamen, Quinoa & Co. auf den menschlichen Organismus haben sollen, fehlen. Für Gesundheitsfreaks gibt es genug einheimische Alternativen. Die Namen des wahren Superfoods klingen banal: Brokkoli, Beeren, Leinsamen. Es ist zu Preisen zu haben, bei denen Hipster nur müde mit der Schulter zucken. Eine gute Chance auf Pestizide aus dem Bioladen bietet das Moringapulver. Na, schmeckt’s? (pst)

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