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Aus: Ausgabe vom 28.02.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: »Mustermigranten«

Zeitfragen | Di., 19.30, DLF Kultur
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Krankenschwestern aus Südkorea beim Deutschunterricht (Frankfurt am Main, 29.4.1966)

Für ihr sogenanntes Wirtschaftswunder bediente sich die noch junge Bundesrepublik unzähliger ausländischer Arbeiterinnen und Arbeiter. Unter anderem auch aus Südkorea. Deutschlandfunk Kultur widmete sich am Dienstag abend der Geschichte dieser, wie es heißt, »stillen Mustermigranten«. Koautor des Beitrages ist der Publizist Martin Hyun, der von seinem Vater und dem Leben in der BRD berichtet.

Dieser zählte zu den vielen Südkoreanern, die mit einem staatlichen Programm ab Dezember 1963 als Bergarbeiter in die bundesdeutschen Steinkohleminen geschickt wurden. Hyuns Mutter kam als eine der zahlreichen »gut ausgebildeten, ledigen und kinderlosen Krankenschwestern«, die sich auf Stellen in westdeutschen Kliniken beworben hatten.

Derzeit leben 50.000 Menschen mit koreanischen Wurzeln in Deutschland. Der Sendung zufolge gelten Koreaner als »Musterbeispiel gelungener Integration«. Sie würden »nicht negativ« auffallen. Auch weil sie »keine politischen Anforderungen« stellten. (mb)

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