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Oscars

Wie Gewalt entsteht

Countdown zu den Oscars für den syrischen Dokumentarfilmer Talal Derki mit seiner deutschen Koproduktion »Of Fathers And Sons – Die Kinder des Kalifats«: Wenige Tage vor der Trophäengala in der Nacht zu Montag sind in L. A. die Nominierten vorgestellt worden. Sein Berliner Produzententeam sei gerade rechtzeitig eingetroffen, sagte Derki bei dem Empfang am Dienstag abend (Ortszeit). Mit seinem Film wolle er aufzeigen, wie Kinder radikalisiert werden und wie Gewalt entsteht. Der in Berlin lebende Syrer war über einen Zeitraum von zwei Jahren der Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs gefolgt. Er könne es nicht fassen, bei den Oscars zu sein, wird Derki von dpa zitiert. »Unser Film ist die einzige europäische Doku unter den fünf Anwärtern.« Derki und seine syrische Frau sind Eltern eines sechsjährigen, in Berlin geborenen Sohnes. Der Regisseur hatte sich um ein Visum zur Oscar-Verleihung in die USA bemüht, es wurde erst kürzlich bewilligt, so Derki. Der Antrag seiner Frau, die auch einen syrischen Pass habe, sei dagegen von den Behörden abgelehnt worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.02.2019, Seite 11, Feuilleton

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