Gegründet 1947 Freitag, 22. März 2019, Nr. 69
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 15.02.2019, Seite 8 / Abgeschrieben

Solidaritätserklärung des SDS

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In einem Anfang dieser Woche veröffentlichten Beschluss des XXIII. Bundeskongresses von Die Linke.SDS, der vom 18. bis 20. Januar in Jena stattfand, heißt es unter der Überschrift »Solidarität mit der jungen Welt! Verurteilung des Machtmissbrauchs der Deutschen Post!«:

Die Linke.SDS verurteilt das Vorgehen der Deutschen Post gegenüber der Tageszeitung junge Welt als einen Missbrauch von Monopolmacht. Sie hat die Zustellungskosten ums Zehnfache des Vereinbarten erhöht sowie gezielt die Zustellung für kleine Zeitungen verteuert durch Zusammenfassung der unteren Preisklassen. Das beschleunigt die Monopolisierung in der Zeitungsbranche und ist ein Angriff auf die Meinungsvielfalt und Pressefreiheit.

Die Linke.SDS solidarisiert sich mit der jungen Welt, die als unabhängige Tageszeitung mit marxistischem Anspruch einen wichtigen Beitrag zur Information über Missstände und soziale Kämpfe leistet.

Die Linke.SDS ruft ihre Basisgruppen auf, die junge Welt im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Zum Beispiel durch die Unterstützung von Leserinitiativen in ihren Städten, um beispielsweise am 1. Mai ein paar Zeitungen zu verteilen. Oder auch durch weitere Abonnements. Der Bundesvorstand verschickt eine Handreichung mit Möglichkeiten über den Verteiler.

Die Linke.SDS ruft ihre Partei Die Linke dazu auf, die junge Welt durch Mitgliedermobilisierung über ihre Verteiler sowie öffentliche Solidarisierung ebenfalls zu unterstützen.

Die Regierung Kubas erklärte am Mittwoch zur drohenden Gefahr einer Militärinvasion in Venezuela unter anderem:

(…) Bei der Konstruierung von Vorwänden hat die Regierung der Vereinigten Staaten auf Täuschung und Verleumdung zurückgegriffen, indem sie dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen Resolutionsentwurf vorgelegt hat, der zynisch und scheinheilig große Besorgnis über »die humanitäre und Menschenrechtslage (…), die jüngsten Versuche, die Bereitstellung humanitärer Hilfe zu blockieren, die Existenz von Millionen von Migranten und Flüchtlingen (…), den übermäßigen Einsatz von Gewalt gegen friedliche Demonstranten, den Zusammenbruch von Frieden und Sicherheit in der Region« beklagt und »die notwendigen Maßnahmen« dagegen einfordert.

Es ist klar, dass die Vereinigten Staaten den Boden bereiten, um »einen humanitären Korridor« unter »internationalem Schutz« zwangsweise einzurichten. Sie werden sich auf die »Verpflichtung zum Schutz« der Zivilbevölkerung berufen, um »alle notwendigen Maßnahmen« durchzuführen.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Vereinigten Staaten im Vorfeld der Kriege, die sie gegen Jugoslawien, den Irak und Libyen geführt haben, ähnliche Strategien gewählt und ähnliche Vorwände angeführt haben. Der Preis war immer ein immenser Verlust an Menschenleben und enormes Leid.

Die US-Regierung versucht, die bolivarische und chavistische Revolution zu beseitigen, weil sie das derzeit größte Hindernis für die Ausübung der imperialistischen Herrschaft über unseren amerikanischen Kontinent und für die geplante Enteignung des venezolanischen Volkes mit seinen weltweit größten Ölreserven und anderen umfangreichen strategischen Ressourcen darstellt. (…)

Übersetzung: netzwerk-cuba.de

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