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Aus: Ausgabe vom 26.01.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Der emsige Minister

Die Nachrichten | Fr., 9 Uhr, DLF
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Heiko Maas mit Suzan Aref (Women Empowerment Organization) und Asa Regner (UN Women, r.) am Donnerstag in New York

Der Deutschlandfunk besucht den Bundesaußenminister in seinem New Yorker Hotelzimmer. Heiko Maas (SPD) ist schon ganz aufgeregt und schwärmt davon, dass sich Berlin und Paris ab März für acht Wochen den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat teilen werden. Maas wolle den übrigen Mitgliedern »das Hohelied des Multilateralismus singen«. Washingtons Strategie »America first« sei bestenfalls kurzfristig erfolgreich, sagt der Minister, doch keiner hört zu. Nimrata »Nikki« Haley, »Trumps eisenharte Statthalterin bei der UNO, ist längst gegangen, eine Nachfolgerin nicht mal nominiert«, berichtet der Reporter. Aber Maas ist jetzt da, will »Flagge zeigen und Verantwortung übernehmen«, wie er selbst sagt. Berlin soll einen ständigen Sitz erhalten, denn die Aufgaben, denen Deutschland sich widmen möchte, seien »grenzenlos«. Der italienische Ministerpräsident, Giuseppe Conte, wird zitiert, mit der auch von Frankreich getragenen Forderung machten sich die beiden Länder über Italien und die EU lustig. Berlin und Paris dächten nur an ihre nationalen Interessen. (sz)

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