Gegründet 1947 Montag, 18. Februar 2019, Nr. 41
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 16.01.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
Im Alter von fünfzehn Jahren wurde sie deportiert, sie überlebte
Sie überlebte Auschwitz und fand schließlich das Medium Film, um ihre Traumata zu verarbeiten: »Das widerspenstige Leben von Marceline Loridan-Ivens«

Das Geschlecht der ­Seele – Transmenschen in der Schweiz (1)

Andrea

Wer irgendwann die Mehrheit will, darf die Minderheiten nicht geringschätzen – im Gegenteil: Es sind nämlich eben die Leute, über deren Körpern gesellschaftliche Konflikte ausgetragen werden, die am meisten Energie haben (müssen), die wir eben für die sozialen Kämpfe brauchen. Schätzungen zufolge leben etwa 40.000 Transmenschen in der Schweiz. Transmenschen fühlen sich nicht dem Geschlecht zugehörig, dem sie bei der Geburt zugeordnet wurden. Erste Folge einer zweiteiligen Serie an diesem Abend.

3sat, 20.15 Uhr

Jetzt red i

Laut einer aktuellen Studie fürchtet sich mehr als die Hälfte der Deutschen vor Altersarmut. Auch im reichen Bayern treibt die Bürger die Sorge um, so beispielsweise in Unterfranken: Jeder fünfte der über 65jährigen ist hier armutsgefährdet. In Schweinfurt diskutieren Bürgerinnen und Bürger unter anderen mit Uli Grötsch, Generalsekretär der Bayern-SPD, und dem parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Matthias Fischbach.

BR, 20.15 Uhr

ZDF-Zoom: Globuli und guter Glaube

Homöopathie auf dem Prüfstand

Sind die kleinen Kugeln, die wissenschaftlich gesehen nichts helfen, wirklich ein Problem? Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen seit 2011 homöopathische Arzneien als freiwillige Leistung bezahlen, und die meisten tun dies auch. Der Grund: die hohe Nachfrage und der Wettbewerb der Kassen untereinander. Ein Verbot der Finanzierung wird im Film gefordert. Können dann bitte gleich auch Sehhilfen wieder Kassenleistung werden?

ZDF, 22.45 Uhr

Das widerspenstige Leben von Marceline Loridan-Ivens

Die spätere Filmemacherin Marceline Loridan-Ivens, geborene Rosenberg, war erst fünfzehn, als sie am 29. Februar 1944 zusammen mit ihrem Vater verhaftet und nach Auschwitz deportiert wurde. Nach der Befreiung lernte sie in Paris den politischen Dokumentarfilmer Joris Ivens kennen. Sie heirateten und reisten zusammen nach China und in das vom Krieg zerstörte Vietnam. Der Dokumentarfilm zeigt Marceline Loridan-Ivens in einem Gespräch mit dem französischen Regisseur Yves Jeuland.

Arte, 23.15 Uhr

Mehr aus: Feuilleton