Aus: Ausgabe vom 12.01.2019, Seite 8 / Abgeschrieben

Zeitung wird gebraucht

Der NRW-Landesverband von Die Linke bekundete am Freitag in einer Erklärung seine Solidarität mit junge Welt:

Durch eine angekündigte und unverhältnismäßig hohe Preiserhöhung für den Vertrieb von Tageszeitungen bis 100 Gramm Gewicht durch die Deutsche Post AG ist die junge Welt in ihrer Existenz bedroht.

Die Menschen in Deutschland brauchen eine Zeitung wie die junge Welt, um auch an andere Informationen und Deutungsangebote als das, was die Mainstreammedien berichten, heranzukommen. Der Informations- und Meinungspluralismus würde ohne die junge Welt substantiell an Qualität verlieren. Insbesondere in Zeiten von wachsenden internationalen Spannungen, einem bedrohlich heranwachsenden rechten und faschistischen Zeitgeist in Europa und weiterem Sozialabbau ist eine Zeitung wie die jW eine unverzichtbare Informations- und Meinungsquelle.

Wir fordern die Deutsche Post AG auf, ihre exorbitante Preiserhöhung für die Zustellung der jungen Welt und anderer Tageszeitungen mit sofortiger Wirkung zurückzunehmen und sich an die zugesagte Erhöhung um 2,8 Prozent zu halten.

Dr. Alexander S. Neu, MdB, Sylvia Gabelmann, MdB, Christian Leye, Landessprecher, Inge Höger, Landessprecher, Ulla Jelpke, MdB, Sahra Wagenknecht, MdB, Sascha Wagner, Landesgeschäftsführer, Michael Aggelidis, Hanno Raußendorf, Landesvorstand, Özlem Demirel, Andrej Hunko, MdB, Friedrich Straetmanns, Amid Rabieh, Landesvorstand, Dana Moriße, Landesvorstand, Hubertus Zdebel, MdB, Hans Decruppe, stellv. Landessprecher, Igor Gvozden, Landesvorstand, Sonja Neuhaus, Landesvorstand, Jules El Khatib, stellv. Landessprecher, Ingrid Remmers, MdB, Kathrin Vogler, MdB, Niema Movassat, MdB, Thies Gleiss, Parteivorstand, Michaele Gincel-Reinhardt, Landesvorstand, Jürgen Aust, Landesvorstand, Sefika Minte, Landesvorstand, Ingrid Jost, Landesvorstand, Matthias W. Birkwald, MdB, Sevim Dagdelen, MdB

Auch der Bundessprecherrat der Kommunistischen Plattform (KPF) in Die Linke missbilligte am Donnerstag abend die Preiserhöhung der Deutschen Post AG für die Zustellung der jungen Welt:

Mitte November 2018 setzte die Deutsche Post AG den Verlag 8. Mai davon in Kenntnis, dass sich die Kosten für die Zustellung der jungen Welt ab 2019 drastisch erhöhen werden. Der Verlag soll der Post künftig jährlich 90.000 Euro mehr bezahlen. Das entspricht einer Preissteigerung von 28,5 Prozent, ohne dass dafür zusätzliche Leistungen erbracht werden.

Die Existenz der jungen Welt ist damit enorm bedroht. Es wäre für die deutsche Linke ein unersetzbarer Verlust, gäbe es die junge Welt nicht mehr. Sie ist der tägliche Beweis dafür, dass dem Zeitgeist getrotzt werden kann. Die junge Welt muss erhalten bleiben. Wir bitten die KPF-Angehörigen und darüber hinaus die Genossinnen und Genossen unserer Partei, Solidarität zu üben. Bitte gewinnt neue Abonnenten. Werdet, wenn ihr das leisten könnt, Genossenschafter der jungen Welt. Unsere Solidarität muss konkret sein.


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