-
23.11.2018
- → Feminismus
Wegen Vergewaltigung: Pastor hinter Gittern
Seoul. Ein südkoreanischer Pastor ist am Donnerstag zu einer 15jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er wurde für schuldig befunden, acht weibliche Gemeindemitglieder in insgesamt mehr als 40 Fällen vergewaltigt zu haben. Das Seouler Zentralgericht sah es als erwiesen an, dass Lee Jae Rock seine geistliche Autorität dazu missbraucht habe, um die Verbrechen zu begehen. Im Jahr 1982 gründete Lee die Manmin-Kirche gemeinsam mit rund einem Dutzend Anhängern. Mittlerweile hat die Megakirche in Seoul laut eigenen Angaben 130.000 Gemeindemitglieder. 1999 wurde sie aus dem »Christian Council of Korea« (CCK) wegen »Ketzerei« ausgeschlossen. Auf der Homepage der Manmin-Kirche wird behauptet, dass Pastor Lee Jae Rock viele Gläubige von unheilbaren Krankheiten befreit habe. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
