Aus: Ausgabe vom 08.11.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Die Times und Trump

Reportagen | Di., 20.15 Uhr, Arte

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Julie Hirschfeld (l.), NYT-Korrespondentin für das Weiße Haus, und Elisabeth Bumiller, Leiterin des Washington-Büros

US-Präsident Donald J. Trump und dessen Anhängerschaft ist es egal, wie häufig er lügt. Dennoch hat es sich die reichweitenstarke Tageszeitung New York Times zur Aufgabe gemacht, jede Lüge aus dem Weißen Haus zu entlarven. Ein Kamerateam hat den Reportern und der Redaktion der Times ein Jahr lang über die Schulter geschaut. Das Ergebnis ist eine vierteilige Reihe, welche der Sender Arte am Dienstag abend ausstrahlte. Teil eins deckt die ersten 100 Tage der Trump-Regierung ab.

Alles beginnt mit den ersten Enthüllungen zu möglichen Verbindungen zwischen Trump und Russland und zu möglichen Manipulationen der Präsidentschaftswahl 2016. Die Reihe gewährt Einblick in die Arbeitsweise der New York Times heute, wie es der Filmklassiker »Die Unbestechlichen« (1976) damals für die Konkurrenz von der Washington Post tat. Nur dass diese Reihe auch die ökonomischen Rahmenbedingungen nicht außer acht lässt, unter denen die Times um »die Wahrheit« kämpft. (mb)


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