Aus: Ausgabe vom 07.11.2018, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

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Ein Schüler zeigt sich wasserscheu: »Der die Zeichen liest«

Re: Streit um ETA-Häftlinge

Schwierige Versöhnung im Baskenland

Über 50 Jahre lang kämpfte die ETA für ein unabhängiges Baskenland. Sie tötete mehr als 800 Menschen. Im Mai 2018 löste sich die Organisation auf. Was passiert mit ihren ehemaligen Mitgliedern und Unterstützern? Gute Frage. Und wo wir schon bei Fragen sind: Wie viele getötete und gefolterte Menschen das faschistische und das bürgerlich-demokratische Spanien unter den Einwohnern des Baskenlandes zu verantworten hat – das erfahren wir hoffentlich auch.

Arte, 19.40 Uhr

Der Exorzismus von Emily Rose

Die Studentin Emily hört Stimmen, sie leidet an Epilepsie und Schizophrenie. Als ihr Zustand sich trotz Therapie immer weiter verschlechtert, ziehen die streng katholischen Eltern einen Priester zu Rate. Der sieht den Teufel in Emily und verordnet einen Exorzismus. Nach dem gewaltsamen Tod wird der Fall vor Gericht aufgerollt. Ein gelungener Film. Aber nervenaufreibend. USA 2005. Mit Laura Linney. Regie: Scott Derrickson.

Tele 5, 20.15 Uhr

Der die Zeichen liest

Und das hier ist wichtig: Benjamin ist Schüler an einer aufgeklärten, staatlichen Schule. Eines Tages weigert er sich, am Schwimmunterricht teilzunehmen – weil dieser seine religiösen Gefühle verletze. Benjamin ist zum Christentum konvertiert. Und nun werden wir Zeuge, wie die liberale Gesellschaft damit nicht fertig wird. RUS 2016. Regie: Kirill Serebrennikow.

Arte, 20.15 Uhr

Bestie Mensch

Der stellvertretende Bahnhofsvorsteher Roubaud tötet im Zug zwischen Paris und Le Havre den Patenonkel seiner Frau Séverine, nachdem er von einer Affäre der beiden erfahren hat. Einziger Zeuge der Tat ist der Lokomotivführer Jacques Lantier. Klassiker der menschlichen Abgründe. F 1938. Mit Jean Gabin, Simone Simon. Regie: Jean Renoir.

Arte, 22.10 Uhr

Westfront 1918

Vier Soldaten – Karl, der Bayer, der Student und der Leutnant – verbringen ein paar freie Tage in der Etappe. Zurück im Kampfgeschehen, erleben die vier wieder den Schrecken des Kriegsalltags. Karl erhält schließlich Heimaturlaub, doch zu Hause erlebt er nur den Hunger der Zurückgebliebenen und seine untreue Ehefrau. Der frühe Tonfilm ist ein schonungsloses Dokument des Antimilitarismus und wurde im April 1933 verboten. 3sat zeigt Georg Wilhelm Pabsts Werk aus dem Jahr 1930 in der restaurierten Fassung.

3sat, 22.25 Uhr


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