Aus: Ausgabe vom 29.10.2018, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Cuba Libre

Roland Armbruster erinnert an den Ersten kubanischen Unabhängigkeitskrieg, der im Oktober 1868 begann. Über die Bewertung der jüngsten Entwicklung der Wirtschaft des Landes durch den kubanischen Ministerrat berichtet Peter Knappe. Trotz aller Widersprüche könne von einer positiven Entwicklung gesprochen werden. Problematisch seien der anhaltende Ressourcenmangel, die klimabedingte Beeinträchtigung der Zuckerrohrernte, unter den Erwartungen gebliebene Exporteinnahmen und die erneute Verschärfung der US-Blockade. Eines der nächsten Ziele sei die Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion für den Binnenmarkt, um so Importe zu ersetzen. Über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Venezuela auf das kubanisch-venezolanische Verhältnis schreibt Carolus Wimmer. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern habe sich 2017 noch einmal deutlich reduziert. 2012 belief es sich noch auf 8,5, zuletzt jedoch nur noch auf 2,2 Milliarden US-Dollar. (jW)

Cuba Libre, Nr. 4/2018, 34 Seiten, 3,50 Euro, Bezug: Freundschaftsgesellschaft BRD–Kuba e. V., Maybachstr. 159, 50670 Köln, E-Mail: info@fgbrdkuba.de

Analyse und Kritik

Eigentlich, schreibt Ingar Solty, müssten die Aussichten für die Kandidaten der Demokratischen Partei bei den bevorstehenden US-Zwischenwahlen gut sein. Auf so ziemlich allen Politikfeldern werde der republikanische Präsident Donald Trump »durchgängig von Mehrheiten abgelehnt«, nur knapp über 40 Prozent der Wähler seien mit seiner Amtsführung zufrieden. Ein echter Durchbruch, der die Mehrheitsverhältnisse in Repräsentantenhaus und Senat verschöbe, sei aber unwahrscheinlich: Bei den Demokraten tobe ein Machtkampf zwischen dem »neoliberal-imperialen Establishment« und einer »solidarisch-inklusiven Linken«. Letztere habe sich dabei bislang nicht durchsetzen können; die rechte Parteiführung sei entschlossen, den gleichen Weg, der 2016 in die Niederlage geführt habe, noch einmal zu beschreiten. Tomasz Konicz denkt über das Verhältnis von kapitalistischer Umweltzerstörung und rechter Ideologie nach und entdeckt im »rechten Identitätswahn« eine »böse binnenkapitalistische Rationalität«. Églantine Dubois berichtet über den Prozess gegen die Mörder des Pariser Antifaschisten Clément Méric: »Die französische Polizei scheint hier eine ähnliche Politik gegenüber ihren Informanten zu betreiben, wie sie der deutsche Inlandsgeheimdienst im NSU-Komplex praktiziert hat.« (jW)

AK, Jg. 48/Nr. 642, 36 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: AK, Rombergstr. 10, 20225 Hamburg, E-Mail: vertrieb@akweb.de

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