Aus: Ausgabe vom 23.10.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Worauf es ankommt

Interview | Mo., 6.50 Uhr, DLF

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Markus Ferber als CSU-Spitzenkandidat für die Europawahl am 10. Mai 2014 in Nürnberg

Markus Ferber sitzt für die CSU im EU-Parlament und ist dort Mitglied im Wirtschafts- und Währungsausschuss. Einer also, der genau weiß, worauf es ankommt: »Wenn Sie den Haushalt genau anschauen«, sagt Ferber im Deutschlandfunk-Gespräch mit Christine Heuer über den Budgetentwurf der italienischen Regierung, »dann erhöhen die ja nicht die Investitionsausgaben, sondern sie erhöhen die Sozialausgaben, und zwar ganz drastisch«. Das »sowieso unter dem EU-Durchschnitt« liegende Renteneintrittsalter werde abgesenkt und eine Grundsicherung eingeführt, »in einer Art und Weise, die das Budget wahnsinnig viel Geld kostet«. Rechte oder linke Regierung, völlig egal, aber das geht nicht. Akzeptiert werden nur Ausgaben, die für die nationale Geldvermehrung nützlich sind – »Investitionen« eben. Wieso eigentlich? Der Schuldendienst, sagt Ferber, muss gewährleistet sein. Wer hier Mist baut, erhält von den Ratingagenturen schlechte Noten, und dann ist es aus: Italien muss das geliehene Geld auf jeden Fall zurückzahlen. Also weg mit dem Sozialkram. (np)


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